Meine Rügen Tipps – Verliebt in eine Insel

Von Stralsund aus ging es über die Brücke hinüber nach Rügen. Ich habe mich sofort in die Insel verliebt und hatte ein wundervolle Zeit. Mitgebracht habe ich Euch meine Rügen Tipps und jede Menge Bilder von der Insel.

Rügen Tipps – Sellin

Hier war ich vor vielen Jahren schonmal mit meinen Eltern, daran habe ich mich aber erst erinnert, als ich über die Hauptstraße Richtung Seebrücke gelaufen bin. Damals haben wir die Störtebeker Festspiele besucht. Ein großartiges Event, das ich auf jeden Fall nochmal besuchen möchte. Denn es wird in jedem Jahr nur ein Teil des Piratenlebens gezeigt.

Der Blick auf die Seebrücke ist wunderbar und mal musste fast anstehen um ein Bild machen zu können. Es war, wie in der Hauptsaison zu erwarten richtig viel los. Leider hab ich verpasst ein „So-sieht-es-auf-Instagram-aus-vs-Realität-Bild“ zu machen. Aber egal, nach einem schnellen Bild musste ich auch schon wieder Platz für den Nächsten machen.

Aber auch auf dem Weg nach unten zum Strand und zur Seebrücke ist die Aussicht toll und ich habe hier einige Zeit verbracht und den Blick genossen, bevor es weiter Richtung Campingplatz ging.

Camping Drewoldtke

Da ich mich relativ kurzfristig zu diesem Tripp entschieden habe, waren die meisten Campingplätze schon ausgebucht. Ein Plätzchen für mich und mein Zelt habe ich im Norden von Rügen ganz in der Nähe des Ortes Altenkirchen gefunden.

Ein großartiger Campingplatz, ohne strikte Parzelleneinteilungen und mit vielen Bäumen. Je nachdem welchen Platz Du für Dein Zelt ergatterst, bist du maximal 100 Meter vom Strand entfernt.Der Platz bietet alles was man braucht, ein Kiosk mit den nötigsten Lebensmitteln und echt leckeren frischen Brötchen am Morgen. Außerdem hab ich hier das leckerste Radler gefunden, dass ich jemals probiert habe.

Besonders gut haben mir die Sanitären Anlagen gefallen. Zum Einen waren diese echt sauber und wurden zweimal am Tag gereinigt, zum Anderen waren die einzelnen Kabinen komplett geschlossen. Das heisst Gerüche verteilen sich nicht und auch das Duschwasser vom Nachbarn läuft nicht in die eigene Duschkabine. Ein Bild habe ich leider nicht gemacht, aber ich denke Du kannst Dir vorstellen was ich meine.

Camping Drewoldke Rügen

Ich habe total gut im Zelt geschlafen und durch die Bäume war der Platz schön windgeschützt und auch bei Regen, den ich zum Glück nicht hatte, helfen die Bäume bestimmt.

Ein rundherum sympathischer Platz in toller Lage und mit freundlichem Personal. Auch die anderen Camper rundherum waren super nett und es haben sich immer wieder spannende Gespräche ergeben.

Rügen Tipps – Wanderung zum Kap Arkona

Zum Kap Arkona habe ich mich zu Fuß aufgemacht und bin direkt vom Campingplatz in Richtung Kap gelaufen. Hier gab es sogar einen ausgeschilderten Wanderweg. Sollte kein Wanderweg da sein, kann man auf der Insel meist gut den Radwegen folgen.

Immer an der Küste entlang in Richtung Norden ließ die erste Aussicht nicht lange auf sich warten. Neben der Aussicht gab es hier auch einen Picknickplatz, der zum Verweilen einlud.

Das Wetter war wurde auf meinem Weg schlechter und der Wind richtig kalt, so dass ich irgendwann alles anhatte, was der Rucksack hergab. Ich kann schonmal sagen, das ich auf dem Rückweg Sonnencreme und Sonnenbrille gebraucht habe und wunderbares Wetter hatte. An der See musst Du stets für jedes mögliche Wetter vorbereitet sein.

Wanderung zum Kap Arkona

Angekommen am Kap war es mir eigentlich direkt zu voll. Also bin ich eine kleine Runde spaziert und habe natürlich die Leuchttürme angeschaut. Außerdem habe ich eine Weile in der Kunstwerkstatt am Kap verbracht und mir auch ein Souvenir mitgenommen.

Weiter ging es ein Stück weg vom Trubel, um nochmal einen anderen Blick auf die Leuchttürme zu haben. Hier war viel weniger los und ich habe den Blick und die Ruhe genossen. Nach einer kleinen Pause ging es zurück Richtung Campingplatz.

Allerdings nicht ohne einen Abstecher zum Fischerort Vitt. Ein beschauliches kleines Örtchen mit einigen Möglichkeiten zur Einkehr und einem Kiesstrand mit Blick zum Kap Arkona.

Hier kannst Du total leckere Fischbrötchen essen. Aber nicht wie Du jetzt denkst, sondern Du suchst Dir den Fisch aus und bekommst dann ein riesen Stück vom gewählten Fisch und dazu das Brötchen. Ich hab mich während ich anstand ungefähr fünfmal umentschieden, je nachdem was gerade für eine Bestellung an mir vorbeilief. Entscheiden habe ich mich dann für den Lachs, einfach nur lecker und bei der Aussicht gleich nochmal zu gut.

Zu Fuß unterwegs

Gleich am nächsten Tag habe ich mich wieder zu Fuß auf den Weg gemacht und bin von der Ost- an die Westküste und wieder zurück gewandert. Gefunden hatte ich die Tour bei Komoot. Vom Campingplatz ging es erstmal durch den Park in Juliusruh und von dort immer weiter Richtung Wiek an der Westküste.

In Wiek gibt es zum einen eine Kirche zum anschauen, zum anderen ist der Hafen ein schöner Ort für eine Pause. Etwas, dass mir auf der Runde und generell auf Rügen besonders gut gefallenen hat, waren die „Backstein-Kirchen“.

Wenn Du den Blog schon länger verfolgst weißt Du, dass Kirchen und Kathedralen eine besondere Faszination auf mich ausüben. Ich finde es einfach Wahnsinn wie es möglich war, solche Gebäude von Hand zu bauen. Naja und so ging es auch auf Rügen nicht ohne die ein oder andere Kirche.

Von Wiek ging es dann ein Stückchen am Meer entlang und dann wieder Richtung Osten und über Altenkirchen zurück zum Campingplatz. Jedoch nicht ohne einen Stopp in der Pfarrkirche in Altenkirchen, eines der ältesten Gebäude der Insel.

Auch diese Runde war wunderbar, aber auch echt anstrengend zwei Tage hintereinander so viel zu laufen. Ich bin da echt ein bisschen aus der Übung. Deshalb habe ich mich entschieden am nächsten Tag das Auto zu nehmen.

Prora

Ein weiterer spannender Ausflug ging nach Prora und dort natürlich zum Koloss von Prora. Er bestand aus ursprünglich acht auf einer Länge von 4,5 Kilometern aneinandergereihten baugleichen Blöcken. Heute sind noch fünf Blöcke auf einer Länge von etwa 2,5 Kilometern erhalten. In einigen befinden sich Ferienwohnungen, Wohnung und ein Hotel und auch die Jugendherberge ist dort untergebracht.

Aber es gibt auch, was ich viel spannender finde, unrenovierte Blöcke. Diese sind für Besucher gesperrt, geben aber eine Idee wie es früher ausgesehen haben muss. Die Anlage steht unter Denkmalschutz und ist, neben dem Reichsparteitagsgelände in Nürnberg, die größte geschlossene architektonische Hinterlassenschaft der nationalsozialistischen Zeit.

Wenn Dich die Geschichte rund um Prora und die Einordnung in den machtpolitischen Rahmen interessiert, dann empfehle ich Dir einen Besuch im  Dokumentationszentrum Prora.

Rügen Tipps

Prora liegt an einer 21 Kilometer langen Ostseebucht, dem Prorer Wiek. Diese ist laut manchen Quellen die schönsten Bucht der Insel Rügen und auch mir hat es dort wirklich gut gefallen.

Feinsandiger Strand und, an dem Tag an dem ich dort war, tatsächlich auch nur wenige Menschen, Sonnenschein und das Meer, was braucht man mehr? Hier habe ich einen Strandspaziergang gemacht, im Sand gesessen, den Blick und die Ruhe genossen und eine großartige Zeit verbracht.

Jasmund Nationalpark und Kreidefelsen

Was darf bei einem Urlaub auf Rügen nicht fehlen? Richtig, die Kreidefelsen. Ich habe mich also auf den Weg zum Jasmund Nationalpark gemacht. Ich habe mich für die Wanderung zum Königsstuhl entschieden und bin vom Nationalpark-Parkplatz in Sassnitz gestartet.

Los ging es auf breiten Waldwegen in Richtung Königsstuhl. Es gibt auf dem Weg auch immer mal wieder Wegweiser, die Dir den Weg zum Kaiserstuhl, aber auch zu verschiedenen Stränden zeigen.

Du kommst auch am UNESCO-Welterbeforum vorbei. Hier kannst Du Dich zum Einen über die Buchenwälder informieren, zum Anderen lädt der Ort zum Verweilen und zu einer Pause ein. Für Kinder gibt es einen Waldspielplatz und für Essen und Trinken ist auch gesorgt.

Nicht weit danach erwartet Dich die erste großartige Aussicht auf die Ostsee.

Der Weg geht nun immer mit Blick auf die Ostsee weiter in Richtung Königsstuhl. Zwischendurch gibt es immer wieder großartige Aussichten auf die Ostsee und auch auf die Kreidefelsen. Eine großartige Wanderung, die anstrengender war, als ich vorher erwartet hatte.

Am Nationalpark-Zentrum Königstuhl angekommen, habe ich mich dann dagegen entschieden das Nationalpark-Zentrum zu besuchen, da es schon relativ spät geworden war. Beim nächsten Mal Rügen, das sicher kommen wird, werde ich mit genügend Zeit aber das Nationalpark Zentrum erkunden.

Mit dem Bus bin ich dann zurück zum Nationalpark-Parkplatz gefahren. Du könntest auch auf dem Parkplatz parken, mit dem Bus zum Nationalpark-Zentrum fahren, dieses besuchen und dann zurück zum Parkplatz wandern.

Göhren und Klein Zicker

Bei meiner Suche nach schönen Stränden bin ich in Göhren gelandet. Hier am Südstrand gibt es günstige Parkplätze und einen tollen breiten Sandstrand. Der Strand war recht voll und so hab ich mich erstmal auf einen Spaziergang durch den Ort begeben und bin dann einem Schild Richtung Strand gefolgt.

Gefunden habe ich eine kleine feine Bucht ein Stück abseits vom Hauptstrand. Hier habe, ich fast alleine und bei bestem Wetter, einen wunderbaren und entspannten Nachmittag verbracht.

Mein letzter Rügen Tipp ist ein Ausflug nach Klein Zicker. Das Fischerdorf liegt im Südosten Rügens, genauer gesagt auf der Halbinsel Mönchsgut. Klein Zicker ist Teil des Biosphärenreservarts Südost-Rügen.

Es lohnt sich einen Spaziergang auf den Zicker Berg zu machen, von wo Du einen großartigen Ausblick über die kleine Halbinsel, Teile Süd-Rügens, bis zum Festland und nach Usedom hast.

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