Mein Reisebild am Freitag 11.12.2015

Das heutige Reisebild am Freitag kommt von Martin. Auf seinem seinem Lateinamerika Reisemagazin geht es um geht es um Reiseziele, Lifestyle, Mode, Tierwelt, Abenteuer, Wirtschaft und einiges mehr aus Mittelamerika, Südamerika und der Karibik.

 

Die Geschichte zum Bild

Patagonien in Argentinien, das bedeutet ein geografisches Karussell fahren. Wer sich dahin, ganz in den Süden des südamerikanischen Kontinents aufmacht, dem begegnet ein optisches Naturfeuerwerk vom Feinsten.

Gigantische Steppen und Wüstenlandschaften, in denen hier und da mal ein Guanaco den Hals aus dem Gebüsch hebt, oder eine der zahllosen Nagerarten durch die Büsche schlüpft, das ist das einzige was man auf der tausend Kilometer langen Busfahrt von Buenos Aires bis Puerto Madryn, nachdem die grünen Pamparegionen im zentralen Teil Argentiniens hinter sich gelassen wurden, zu sehen bekommt. So eine Dauerfahrt hat aber durchaus ihre Reize.

Beim Schweifenlassen des Blickes über die öden Wüstenlandschaften auf der Westseite Argentiniens am Atlantik entlang driften die Gedanken ebenfalls in die unendlichen Weiten hinaus. Ruhig, und immer ruhiger wird das Gemüt mit der Zeit. Stress, Konsum und Alltagssorgen geraten in Vergessenheit. Nenn es Yoga-Busfahren ohne Verrenkungen.

Von dem Wüstenort Puerto Madryn und der Peninsula Valdez, um die sich jedes Frühjahr die 30 m langen und 50 Tonnen schweren Südkaper Wale zum Gebären ihres Nachwuchses aus den arktischen Gewässern einfinden, geht es dann noch mal 200 km weiter durch viel Nichts in den Pinguin-Nationalpark Punta Tombo.

In einem deutschen Zoo bleiben die wenigsten Gäste bei den Pinguinen stehen. Wohl deshalb, weil sie wenig spektakulär ausschauen und sich “langweilig” verhalten. Zumindest, wenn sie gefangen sind.

Ganz anders sieht das im Nationalpark Punta Tombo, in der Provinz Chubut aus, der etwa 120 km südlich von der Stadt Trelew in einer gottverlassenen Gegend liegt. Es handelt sich dabei um die weltweit größte Brutstätte von Magellan-Pinguinen.

Lateinamerika

Auf einem Gebiet von drei Kilometer Länge und 600 Meter Breite, in dem ein paar Sträucher, viel Sand, Lehm und Kies an den atlantischen Gestaden warten, treffen sich jedes Jahr im Frühjahr eine Million Pinguine.

Als Besucher kannst du nur auf ausgewiesenen Pfaden durch den Park. Die Pinguine stören die wenigen Gäste, die sich in die Einöde verirren, kaum. Sie hacken mit ihren scharfen Schnäbeln, die sie durchaus auch als Verteidigungswaffe einsetzen, wenn mal wieder ein dummer Touri zu nahe an das Nest kommt, die Erdlöcher aus dem harten Boden.

Die Machos arbeiten ganz allein am Hausbau, die Ladys kommen erst 14 Tage später an, dann wenn das traute Heim fertig ist. Auch beim Brüten sind die Männer voll aktiv. Während ein Elternteil sich im Atlantik den Bauch vollhaut, brütet das andere.

Es ist ein fantastischen Schauspiel den Pinguinen zuzuschauen, wie sie im Watschelgang schön in Reih und Glied hintereinander von ihren Nestern zum Meer und zurücklaufen. Vorfahrt haben die geschickten Schwimmer im Nationalpark in jedem Fall vor dem Mensch. Darauf weist der Pinguin auf dem Schild eindeutig hin.

 

Danke für das tolle Reisebild und die Geschichte dazu!

Heute ausnahmsweise zwei Bilder, denn ich finde Pinguine einfach zu toll um Euch ein Bild vorzuenthalten.

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