Work&Travel Neuseeland – Corinnas Geschichte

Wellington Fernball Neuseeland
Wellington Fernball

Heute berichtet Corinna über ihr Work&Travel Neuseeland. 

10 Monate war sie in diesem wundervollen Land unterwegs und hat jede Menge erlebt. Ich habe sie unter anderem nach miesen Jobs, Lieblingsorten und Tipps gefragt. 

Hier gibt es nun ihre Antworten.

 

Stell Dich und Deinen Blog doch bitte mit 2-3 Sätzen vor.

Mein Name ist Corinna und ich blogge auf „Aussteigen Bitte“ über Auszeiten. Diese sind meist im Reisebereich und mein Lieblingsthema ist Neuseeland. Das ist eine Herzensangelegenheit, weil dieses Land mein Herz regelrecht im Sturm erobert hat.

Corinna in Neuseeland

 

Wie kamst Du auf die Idee Work&Travel zu machen?

Das war eigentlich ein komischer Weg. Ich war in einem Existenzgründerkurs und wollte mich unbedingt selbstständig machen. Leider musste ich feststellen, dass mir noch ein wenig die Erfahrung fehlt. Ich habe also überlegt, was ich sonst machen kann und es gab eine Sache, die mir nie aus dem Kopf gegangen ist. Ich wollte schon immer mal im Ausland arbeiten.
Meine Dozentin in dem Kurs meinte damals, dass ich das unbedingt machen soll und am besten bevor ich 30 bin. Ich habe also nach Möglichkeiten gesucht und bin auf Work&Travel gestoßen. Einmal gesehen, wollte ich das unbedingt, weil ich die Möglichkeit ein ganzes Jahr in einem anderen Land zu sein und dort auch legal arbeiten zu dürfen genial fand.

 

Warum hast Du Dich für Neuseeland entscheiden?

Kurze Antwort: Weiter weg geht nicht! Ich wollte mir unbedingt selbst beweisen, dass ich auch alles alleine schaffen kann und um das zu tun, musste ich möglichst weit weg. So kann keiner mal eben um die Ecke kommen, um mir aus der Patsche zu helfen.
Ich hatte damals die Wahl zwischen Australien und Neuseeland und irgendwie war mir NZ symphatischer. Weniger heiß, weniger giftige Tiere und viel schöne Natur.

 

Hast Du alles selbst organisiert oder bist Du über eine Organisation unterwegs?

Zuerst wollte ich mit einer Organisation reisen, habe ich mich aber, nachdem ich mich in Foren ect eingelesen hatte, dagegen entschieden. Ich habe also alles selber geplant. So schwer, wie man vielleicht meint, ist das gar nicht.

 

Work&Travel Neuseeland- Gab es organisatorische Hürden? Welche?

Eigentlich muss ich sagen, fand ich alles recht easy. Die meisten haben ein wenig „Probleme“ das Visum zu beantragen. Das ist ein wenig mühseelig, weil es halt alles auf Englisch ist und darunter evtl auch mal Wörter sind, die ein wenig bürokratisch ausfallen können. Mit dem Google Übersetzer hat das aber ganz gut hingehauen.

Im Land selber hatte ich es ein wenig schwerer meine Steuernummer zu beantragen. Da ich keinen Führerschein habe, wollte die Postangestellte (die den Antrag auch annehmen und mit einem ausfüllen) mir nicht helfen. Mein Personalausweis und auch mein Reisepass haben ihr anscheinend nicht gereicht. Weshalb auch immer. Jedenfalls musste ich deshalb quer durch Auckland fahren um sie bei der Inland Revenue selber zu beantragen.

Das war vielleicht keine wirkliche Hürde, aber auf jeden Fall ein wenig nervig. Das Ganze ist dann auch noch an einem Freitag Nachmittag passiert, sodass ich das Wochenende abwarten musste, um Montags dorthin zu fahren.

Für mich war das ein wenig anstrengend, weil ich eigentlich unbedingt aus Auckkland raus wollte, aber nicht fahren wollte, wenn ich die Steuernummer noch nicht beantragt habe.

Rotorua Thermal Village Neuseeland
Rotorua Thermal Village

 

Warst Du schon vorher alleine auf reisen?

Ja, aber nie so lange. Meine erste Reise alleine war über ein verlängertes Wochenende nach Paris. Damals aufregend genug, aber irgendwie wollte ich dann doch mehr!

 

Work&Travel Neuseeland – Wie hast Du die ersten Tage erlebt?

Die ersten Tage waren hart für mich. Ich war das erste Mal so weit weg von daheim, hatte Jetlag (worunter ich mir vorher echt nichts vorstellen konnte) und ich wurde irgendwie mit Auckland nicht warm.

Die Stadt ist so ziemlich das krasse Gegenteil, von allem was ich mir unter Neuseeland vorgestellt hatte. Einmal aus der Stadt raus, wurde es aber großartig und der Anfangsblues war schnell vergessen.

 

Wo hast Du Deine Jobs gefunden?

Meistens im Internet. Auf backpackerboard.co.nz gibt es ziemlich viele Backpackerjobs. Hier habe ich sogar eine Stelle in meinem Beruf als Kosmetikerin gefunden. Von zuhause aus schon.

So hatte ich zwei Wochen, nach der Landung, um auf die Südinsel zu wechseln und erstmal anzukommen und dann hatte ich direkt schon meinen ersten Job.

Das war aber wirklich Glück. Die meisten Backpackerjobs sind Fruitpicking, Teller waschen oder halt kleinere Helferjobs.

 

Was war Dein schönster und Dein schlimmster Job?

Mein schönster Job war sicherlich der in dem kleinen SPA. Hier konnte ich das machen, was ich gelernt habe, habe nicht so schlecht verdient und hatte eine tolle Zeit.

Ich habe Menschen kennengelernt, zu denen ich heute noch Kontakt habe und die meine Zeit und damit mein Leben nachhaltig geprägt haben.

Hahana Day Spa Franz Josef Neuseeland
Hahana Day Spa Franz Josef

Auch ein toller Job, war eigentlich eine Wwoofing Stelle auf einer Farm. Auch hier habe ich tolle Menschen kennengelernt, die mein Leben bereichert haben. Das ist es doch eigentlich, worum es geht. Um die tollen Momente beim Reisen und die Menschen, die einen beeindrucken und prägen.

Nicht so toll war mein Job als „Egg-Labeler“. Ich habe Eierkartons beklebt. Ein besch… Job, kann ich Dir sagen.

Im Prinzip stehst Du 8 Stunden auf einer Stelle und machst die selbe Bewergung immer und immer wieder. Nach zwei Tagen habe ich das Handtuch geschmissen. Mir tat alles weh und ich hatte die Schnauze echt voll. Abgesehen davon war es stinklangweilig.

Da bin ich lieber weiter gereist und habe mir etwas anderes gesucht.

 

Work&Travel Neuseeland – Wie war das Verhältnis von Reisen und Arbeiten?

Ziemlich ausgewogen eigentlich. Ich glaube ich habe so ziemlich die Hälfte meiner Zeit gearbeitet.

 

Welche 5 Orte hat Dir am besten gefallen und warum?

Wie ich ja schon eben gesagt habe, geht es irgendwie immer um die Erlebnisse die man hat und die Menschen die damit zu tun haben. Deshalb sind meine Lieblingsorte eigentlich immer an die Erinnerungen geknüpft, die ich dort gemacht habe.

1. Franz Josef – obwohl mega klein, hatte ich hier eine wirklich gute Zeit

2. Wellington – Ich liebe einfach den Vibe der Stadt. Sie ist nicht so hektisch wie Auckland und hat einfach die perfekte Mischung aus dem gechillten Stil der Kiwis und einer vibrierenden Großstadt.

3. Rotorua – Ich kann Dir nichtmal genau sagen warum, aber irgendwie fand ich es hier toll, auch wenns ein bisschen komisch riecht.

4. Punakaiki – und das liegt eigentlich mehr an dem Hostel dort. Es war ein wenig wie Abenteuerurlaub!

5. Taupo – obwohl der Ort an sich nicht so doll ist, habe ich hier tolle Menschen kennengelernt und bin über meinen eigenen Schatten gesprungen, als ich meinen Skydive gemacht habe. Ein großartiges Erlebnis.

Skydive Taupo
Skydive Taupo

 

Welche 3 Tipps kannst Du anderen geben, die Lust auf Work&Travel Neuseeland haben?

1. Mach Dir keinen Kopf. Neuseeland ist, gerade für Mädels, ein sehr sicheres Land!

2. Hab keine Angst vor dem Alleine sein. Du wirst nicht lange alleine bleiben, wenn Du es nicht willst!

3. Stell Deinen Kopf nicht aus. Klar willst Du neue Dinge erleben – und das wirst Du. Trotzdem solltest Du nicht ohne Hirn reisen. 😉 Trotzdem solltest Du auch nicht zu viel nachdenken. Die gesunde Mischung macht.

4. Genieße den Trip Deines Lebens! Er wird Dich verändern und Du wirst Dich besser kennenlernen. Es wird definitiv eine Zeit, die Du nie wieder in Deinem Leben vergisst.
Versprochen!

 

Hast Du noch mehr Fragen zu Work&Travel Neuseeland?

Dann schau unbedingt mal auf Corinnas Blog vorbei.

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