Mein Reisebild am Freitag 08. Mai 2015

Philippinen

Heute gibt es wieder ein wunderbares Reisebild mit Geschichte von einem Gastautor. Vielen Dank an Matthias!

 

Mein Name ist Matthias bin Tourismusmanagementstudent und betreibe www.traveling-shapy.de seit 3 Jahren. Es ist eine Art elektronisches Tagebuch über meine Reisen die vor allem in die weit entfernte Länder gehen.

Mein Anliegen ist es Leute für Länder und das Reisen im Allgemeinen zu begeistern, ihre Vorurteile abzulegen und einfach durchzustarten.
Zudem entsteht derzeit ein Reisetagebuch auf YouTube welches mein Hauptmedium wird, das liegt vor allem daran das ich ein sehr visueller und auditiver Mensch bin und das kann man durch Videos viel besser verwirklichen.

 

Das Dorf der roten Straßen

Da war ich, 5 Uhr morgens von einem Bus an einer Kreuzung abgesetzt mit der Aussage: „weiter geht’s mit einem Anderen“. Auch diesmal sollte mich das wirre Transportnetz auf den Philippinen nicht enttäuschen. Mit dem landestypischen Fortbewegungsmittel, einem umgebauten Armytruck fuhren wir in die Berge.

Auf dem Dach sitzend lässt sich die Natur viel besser genießen und gehört des Weiteren auf den Philippinen zum Alltag, sich entweder ans Auto zu hängen oder einfach darauf zu klettern. Erreicht man jedoch den nebeligen Abschnitt der Berge wird es ganz schnell sehr kalt und man wünscht sich wieder in den hinteren Teil des Trucks anstatt total abgefroren auf dessen Dach.

Nichts des so Trotzes erreichten wir Banaue, auf engen Straßen schlängelten wir uns hinunter in das Dorfzentrum. Auf der Straßenseite erspähe ich einen Mann wie er einen toten Hund mit einem Gasbrenner die Haare vom Leib brannte um ihn dann schlachten zu können. Das ist nichts Ungewöhnliches in diesem Teil des Landes, denn dieses Essen dient unter anderem als Potenzmittel, aber das würde nicht das Einzige bleiben das mich überraschen sollte. Als erstes bezog ich mein Zimmer und machte mich auf die Umgebung zu erkunden.

Besonders stachen mir diese roten Flecken auf den Straßen, Gehwegen und Wänden in die Augen die so gar keinen Sinn ergeben wollten. Ebenso die Leute mit roten Gebissen und ungewöhnlich schlechten Zähnen.

Die Erleuchtung kam mir bei einer Frau welche das Zeugs verkaufte das dafür verantwortlich war. Momma, hieß diese Mischung aus Kautabak, Bettelnüsse und Blättern. Es soll eine berauschende bzw. schmerzstillende Wirkung haben um den Reisbauern die Arbeit auf den Feldern zu erleichtern.

Den nächsten Tag machte ich mich Richtung Batad auf, eine Ansammlung von vielen hundert Reisfeldern und zudem auch Weltkulturerbe. Natürlich alles ohne ein Transportmittel, schließlich waren es nur einige Kilometer. Im Nachhinein habe ich mal wieder am falschen Ende gespart den schon bei den Feldern war die Erschöpfung stark zu spüren aber weiter immer weiter schließlich gehörten diese Reisfelder, die an den Hängen der Berge lagen mit zu den schönsten Landschaften welche ich auf den Philippinen sehen sollte.

Nach gefühlten tausend Treppenstufen schaffte ich es das Areal zu umrunden und konnte zufrieden meinen Heimweg antreten. Nur gut das ich das Momma dabei hatte wodurch man diese Alltagsdroge gleich einem Test unterziehen konnte.

Soviel sei gesagt es erhöht den Speichelfluss um ein Vielfaches wodurch man als Anfängern alle paar Sekunden ausspucken muss, was dazu führt das man eine leicht zu verfolgende rote Spur auf dem Weg hinterlässt. Eine andere Wirkung hatte das Mittel aber sonst nicht, aber es war bereits gekauft und zum Wegschmeißen zu schade.

Zurück in Banaue angekommen gesellte ich mich zu einigen Einheimischen um mit ihnen Momma zu kauen und ihrem Dorf ein neues Aussehen zu geben. Deswegen wird dieser Ort für mich immer das Dorf der roten Straßen sein.

Momma

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