Mein Reisebild am Freitag 19.06.2015

segeln in holland

Das heutige Reisebild kommt von Sebastian vom Blog Segeln ist Leben.

Er nimmt uns mit auf sein ganz persönliches Winter-Segel-Campingabenteuer in Friesland.

 

Hier kommt seine Geschichte:

Im März diesen Jahres war ich zum Zweiten mal mit BEA, meinem Schlauchsegelboot in der Niederländischen Provinz Friesland unterwegs. Zwei Wochen, nur begrenztes Gepäck, zelten im Winter, mein ganz eigenes, kleines Abenteuer.

Das Bild, das ich hier mit euch teilen darf entstand auf einer einsamen Insel im Grooten Gaastmeer – und ich meine wirklich einsam. Außer mir war dort keine Menschenseele.
Alleine – auf einer einsamen Insel. Das weckt bei vielen Menschen romantische Vorstellung. Ich gehöre zu den glücklichen Menschen, die dies erleben durften. Und das nicht nur ein mal.
Alleine der Weg zur Insel war schon abenteuerlich. Nun ist mein Boot ja eigentlich nicht fürs Fahrtensegeln ausgelegt. Doch mit viel gutem zureden geht das schon.

Leider, wie es im Winter so üblich ist, war der Wind etwas stark und unbeständig. Auf dem Weg zur Insel musste ich viel rudern, oft auch gegen Wind und Wellen. Eine Knochenarbeit, bei der man um jeden Meter kämpfen muss.

Umso schöner, wenn man zwischenzeitlich das Segel hissen und, vom Wind getragen, übers Wasser gleiten kann. Doch, wie schon gesagt war der Wind unbeständig – und starke Böen zwangen mich dazu schlussendlich den größten Teil zu rudern.

Während ich segeln liebe ist rudern bestenfalls akzeptabel – da bin ich eigentlich viel zu faul für. Und so kam ich abends, fix und fertig auf eben dieser Insel an. Zelt aufbauen, die nähere Umgebung erkunden, dann war auch bald Abend.

Ich hatte nicht damit gerechnet, dass der Törn so problematisch werden würde. Meine Gefühle waren aufgewühlt, ich wusste noch nicht wie ich es schaffen sollte mit meinem Boot, bei der aktuellen Wetterlage einen Törn zustande zu bringen. Und das, obwohl das Wetter für die Jahreszeit – immerhin war noch Winter – gut war!
Trotz aller Strapazen war ich auf dieser Insel unglaublich Glücklich.

Ich hatte Ruhe, Zeit für mich. So eine einsame Insel hat schon was. Man ist ganz alleine. Ich hatte das Gefühl als würde mir die Welt gehören – alles war gut, alles so wie es sein sollte.

Morgens wurde ich von der Sonne geweckt, abends ging ich mit ihr Schlafen. Auf dieser Insel durfte ich abends einen tollen Sonnenuntergang bewundern der die Landschaft in ein rötliches Licht geworfen hat.

Ich habe erst angefangen Bilder zu schießen um dann doch innezuhalten. Die Kamera zu senken und einfach nur den Augenblick zu genießen.

Einen Augenblick, der mir alleine gehörte.

Und ein Augenblick, in dem alles so war wie es sein sollte.

 

Danke für diese tolle Geschichte aus Friesland!

 

Wenn auch Du die Geschichte zu Deine Reisebild erzählen möchtest, dann schick mir einfach eine Mail.

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