Freitag Nachmittag mit dem Auto zum Wochenendtrip, genauer zum Wandern im Waldachtel, aufzubrechen ist keine so gute Idee. Freitag Mittag auf deutschen Autobahnen gibt es eines mit großer Sicherheit: Stau!
Oder zumindest zähfließenden Verkehr und natürlich Baustellen und LKW´s und Leute, die es sehr eilig haben.
Wir haben auf unserem Weg in den Schwarzwald alles mitgenommen, ein bisschen Verkehr, mehr Verkehr, zu viel Verkehr, Stau und Tempo 20 km/h auf der Autobahn. Das hat der Stimmung aber nicht geschadet und voller Vorfreude ging es langsam aber sicher in Richtung Süden. Vorfreude auf ein Wochenende mit viel Natur und viel Zeit zum Quatschen, womit wir auf der Fahrt gleich anfangen konnten….
Wandern im Waldachtel
Wer die Wahl hat hat die Qual – Jede Menge Wanderwege
Auf der Wanderkarte gibt es jede Menge verschiedene Wanderwege, eingeteilt nach Kilometerangaben. Dabei gibt es Wege bis 6 km, bis 11 km und bis 13 km Länge.
Auch auf der Homepage kannst Du jede Menge zum Thema Wandern finden, auch Wanderungen mit mehr als 13 km. Die meisten Wege sind Rundwege und am Startpunkt gibt es Parkplätze.
Wir haben uns für den Waldachtaler Rundweg 1 entschieden, denn dieser ging direkt im Ort los. 11 km schien uns ein guter Start zu sein und wir konnten direkt am Hotel in Richtung Startpunkt los laufen.
Der Weg startet unterhalb der Lützenhardter Kirche und führt zunächst in den Wald hinein. Nach ein bisschen Suchen finden wir den Trampelpfad der leicht ansteigt und auf einem wunderbaren Wiesenweg mündet.
Hier geht es weiter und bald hinaus auf dem Wald mit schönen Aussichten auf Lützenhardt. Weiter über Felder und Wiesen, bei bestem Wetter und bester Laune.
Der Weg ist schön abwechslungsreich und meistens ganz gut ausgeschildert. Nur einmal laufen wir komplett falsch und müssen einen ziemlich steilen Berg, den wir falsch heruntergelaufen sind, wieder hinauf laufen.
Aber auch der kleine Umweg trübt die Wanderlaune nicht und es geht weiter an Wiesen und Rapsfeldern entlang. Auf dem richtigen Weg geht es zurück in den Wald. Es werden zwei Straßen überquert und ein Stück geht der Weg auch an einer „Straße“ entlang, die allerdings sehr wenig befahren ist.
Und dann sind wir am meiner Meinung nach schönsten Punkt angekommen. Hier machen wir auf der Wiese, zwischen Blumen und blühenden Obstbäumen, erstmal eine ausgiebige Pause.
Weiter geht es ein bisschen bergan und anschließend weiter auf Asphaltwegen Richtung Sandbühlsee. Hier sind wir scheinbar mal wieder den falschen Weg gegangen. Aber das macht nichts, denn wir laufen mit schönem Blick auf den Ort Tumlingen und die Kirche an Feldern und Wiesen entlang.
In Tumlingen folgen wir dann dem Radweg in Richtung Lützenhardt und erreichen gut gelaunt wieder unseren Ausgangspunkt.
Fazit: Eine schöne Wanderung, die an manchen Stellen eine bessere Beschilderung gebrauchen könnte. Der Weg bis zur Pause war sehr viel schöner als das letzte Drittel. Nimm Dir unbedingt Sonnenschutz mit, denn über die Felder gibt es wenig Schatten.
Wandern im Waldachtal
Eigentlich wollten wir am Sonntag den Waldachtaler Rundweg 5 laufen, denn dieser ist als „sehr schöne und lohnende Wanderung“ ausgeschrieben. Leider hat das aus gesundheitlichen Gründen nicht geklappt.
Aber wir sind zum Rödelsberg (717m) gefahren und ein Stückchen gelaufen, auf der Suche nach Aussicht. Denn laut Wanderkarte kannst Du hier, an guten Tagen, bis nach Freudenstadt, zu Hornigsgrinde und sogar bis zum Feldberg und den Schweizer Alpen sehen.
Schön war das kleine Stückchen Weg auf jeden Fall und die tollen Liegesessel laden zu ausgiebigen Pausen ein. Beim nächsten Mal wird es dann definitiv die ganze Tour.
Infos: Die Tour startet in Lützenhardt am Reisebüro, bei den Tennisplätzen kannst Du parken. Sie ist 10 km lang und bietet, soweit ich das beurteilen kann, schöne Aussichten.
Wandern im Waldachtal – Unser Hotel
Bei der Ankunft im Hotel Waldachtal gab es an der Rezeption ein paar Infos zu Frühstückszeiten und Anderem (zum Beispiel der Kronus-Karte) und dann ging es erstmal aufs Zimmer. Das war schön, hell und richtig groß!
Das Bad war neu gemacht und auch sonst gab es alles was man braucht. Neben dem Bett und dem Schreibtisch gab es noch zwei Sessel und ein kleines Tischchen. Handtücher waren ausreichend vorhanden und auch der Bademantel hat nicht gefehlt. Den brauchst Du nämlich wenn Du ins Schwimmbad oder die Sauna gehen möchtest.
Obwohl, wenn Du wie wir im Haupthaus des Hotels untergebracht bist, dann solltest Du dir das mit dem Bademantel vielleicht nochmal überlegen, denn Du musst ein Stück durch den Ort. Also einmal die Straße entlang, eine Treppe hinauf und nochmal ein Stückchen an der Straße lang, um zum zweiten Gebäude des Hotels zu gelangen. Hier befinden sich dann Sauna, Pool und Wellnessbereich.
Wir haben uns entschieden nicht im Bademantel zu gehen und hatten eine schöne Zeit im Pool. Die vom Wandern müden Muskeln kannst Du prima im Whirlpool entspannen.
Im Restaurant gibt es entweder die Möglichkeit die Halbpensionsgerichte auch extra zu bestellen oder aus der kleinen Karte etwas auszuwählen. Wir haben uns für den Salat entscheiden. Sehr lecker!
Kaffee und Kuchen
Wenn Du Kuchen und Torten magst, dann kommst Du an einem Besuch im Café Brünz nicht vorbei. Das Cafe´wurde bereits 1964 eröffnet und steht seit dem mit seinem Namen für höchste Qualität nach bester Schwarzwälder Konditoreitradition.
Du kannst bei schönem Wetter auf der Terrasse sitzen und Kuchen, Kaffee und natürlich die berühmte Schwarzwälder Kirschtorte genießen.
Die Preise sind unschlagbar und ich habe mein Stück Erdbeerkuchen (für nur 1,70 Euro) sehr genossen.
Das Café Brünz in Lützenhardt – Lecker und ein Muss für Kuchen Fans!
Ausflugstipp – Ruine Zavelstein in Bad Teinach
Auf dem Rückweg haben wir noch einen kleinen Zwischenstopp in Bad Teinach eingelegt. Eigentlich wollte ich nur die Burgruine sehen, aber der ganze Ort ist wunderbar. Besonders wenn Du auf Fachwerk stehst.
Allerdings haben sehr viele Leute die Idee den Ort und die Ruine zu besuchen, darauf solltest Du Dich am Wochenende einstellen. Es gibt einige Parkplätze und am Ortsrand haben dann auch wir noch ein freies Plätzchen für unser Auto gefunden. Auch das hatte Sinn, denn sonst hätten wir nicht diesen wunderbaren Töpferladen entdecket.
Weiter ging es über den Marktplatz in Richtung Ruine. Schon die Straße zur Ruine ist ein echtes Highlight. Rechts und links die schönsten Fachwerkhäuser und noch dazu die ganzen blühenden Blumen. Wunderbar!
Die Burg wurde 1200 als Stauferburg errichtet und 1692 im französisch-pfälzischen Erobererkrieg zerstört. Es stehen nur noch ein paar Grundmauern und der Bergfried. Diesen kannst Du über jede Menge Stufen, die 1844 erneuert wurden, besteigen.
Der Aufstieg auf den 28 Meter hohen Turm lohnt sich. Du hast eine wunderbare Aussicht über den Ort und die umliegende Natur, bis zur Schwäbischen Alp.
Und mit dieser großartigen Aussicht ging unser Wochenende im Schwarzwald schon zu Ende. Von der Ruine Zavelstein und Bad Teinach machen wir uns auf den Heimweg in Richtung Darmstadt.
Ein schönes Wochenende und sicherlich nicht das letzte Mal das ich zum Wandern im Schwarzwald war.
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Offenlegung:
Diese Reise ist in Kooperation mit der Reisehummel, dem Spezialisten für Kurzurlaub zustande gekommen. Vielen Dank für die freundliche Unterstützung! Meine Meinung bleibt davon wie immer unbeeinflusst.
Ach, das Waldachtal… Erinnert mich an meinen Reha-Aufenthalt 2015. Eine echt schöne Gegend, vor allem auch tiefverschneit im Winter.
Hallo Sven,
über Winter kann ich nicht reden….
Aber ich stelle es mir wunderbar vor.
Und auch im Frühjahr lohnt es sich 😉
Viele Grüße
Steffi
Sieht nach einer echt traumhaften Gegend aus! Da kann man sich gut erholen 😉
Viele Grüße aus dem Altmühltal! Kerstin
Hallo Kerstin,
ohja da hast Du vollkommen Recht 🙂
Das Altmühltal steht auch nich auf meiner Wunschliste!
Viele Grüße
Steffi