Jeden Freitag habe ich 2015 ein Reisebild mit Geschichte geteilt. Hier sind alle Beiträge aus 2015 gesammelt:
Mein Reisebild am Freitag 02.01.2015

Mein heutiges Reisebild am Freitag zeigt meinen geliehenen Roller vor der rettenden Tankstelle.
Und hier die Geschichte:
Tankstelle Thailand – Tanken mal anders
Auf meiner Weltreise war ich in Chiang Rai.
Dort bin ich hauptsächlich hin gefahren um den Weißen Tempel und das Goldene Dreieck zu besuchen.
Und weil ich keine Lust auf eine geführte Tour hatte, habe ich ganz spontan einen Roller gemietet und mich auf eigene Faust auf den Weg gemacht.
Das hat auch gut geklappt, der Weg zum Weißen Tempel war nicht sehr weit und der Besuch hat sich total gelohnt. Der Tempel hat im Sonnenlicht gestrahlt und geklitzert und war wundervoll anzusehen!
Nach der Besichtigung des Tempels und vielen Bildern ging es weiter Richtung Golden Triangle. Der Stelle an der Du von Thailand aus nach Laos und Myanmar schauen kannst. Der Fluss Ruak fliesst an diesem “Dreiländereck” in den Mekong.
Es war ein schöner Ausflug und ich habe mich dann recht spät auf den Rückweg gemacht. Der Weg hat sich gezogen und gezogen und ich war wohl ein wenig unaufmerksam, jedenfalls stand ich plötzlich im nirgendwo, keine Schilder, die mir bekannte Orte anzeigten… gar nichts. Und zu allem Überfluss ging die Tanknadel immer weiter gegen Null.
Zurück zur Hauptstraße war irgendwie nicht zu finden und die Tanknadel hatte den roten Bereich längst erreicht, da stand plötzlich mitten auf einer einsamen Kreuzung ein Polizist. Mein Retter in der Not!
Er sprach kein Wort Englisch und ich wie ihr sicher wisst außer Hallo und Danke kein Wort Thai.
Zum Glück konnte ich ihm einfach meinen Benzinstand zeigen und er verstand worum es ging, zeigte in eine Richtung und unterstrich seine Handzeichen mit einem Redeschwall.
Sehr erleichtert und sicher eine Tankstelle im nächsten Ort zu finden fuhr ich also in die angezeigte Richtung und schon bald kam ein Ort. Keine Sekunde zu früh denn der Roller ruckelte und tuckelte und kam genau vor diesem Automaten zu stehen.
Nur wie funktioniert das Teil?
Wieder war Zeichensprache gefragt. Ich traf eine Frau in ihrem Hof und habe nach dem Tanken gefragt, sie hat gelacht und eine Freundin gerufen und dann kam noch jemand und noch jemand und bald stand das ganze Dorf um mich herum und hat mir das tanken erklärt.
Für solche Momente liebe ich das Reisen!
Frisch voll getankt (sicher ist sicher) konnte ich mich dann auf den Rückweg nach Chiang Rai machen. Eine Familie aus dem Ort wollte nämlich auch in diese Richtung und hat mich zur Hauptstraße zurück geführt!
Und all das ohne die andere Sprache zu sprechen, mit viel Lachen und Herzlichkeit!
Ein wundervolles Erlebnis!
Meine Tipps für deinen Thailand Urlaub
- Zur Reisevorbereitung und auch für unterwegs kann ich Dir den Stefan Loose Reiseführer Thailand: mit Reiseatlas
* sowie den Lonely Planet Reiseführer Thailand (Lonely Planet Reiseführer Deutsch)
* ans Herz legen. Beide Bücher geben Dir einen tollen Überblick, jede Menge Tipps und helfen bei der Reiseplanung
- Tolle Hotels, luxuriöse Resorts oder einfache Zimmer in Thailand buchst du am besten über Agoda.com*
- Du magst es individueller? Dann findest Du auf Airbnb die richtige Unterkunft. Vom Apartment mir großartiger Aussicht, Baumhäusern im Dschungel über luxuriöse Bungalows am Strand , hier findest Du eine riesige Auswahl. Mit meinem Empfehlungslink erhälst du einen 30 Euro Gutschein auf deine erste Buchung.
- Kostenlos Bargeld abheben und das fast überall auf der Welt? Das geht mit der
DKB-Cash Konto mit Kreditkarte*
Ich bin seit meiner Weltreise absolut überzeugt von der Karte und kann sie zu 100% weiterempfehlen.
- Willst Du dich auf Deiner Reise auch gerne mit den Einheimischen unterhalten oder zumindest Dein Essen und Busticket in der Landessprache bestellen können? Dann habe ich das Richtige für Dich gefunden. Dein Anfänger Thai-Crashkurs*
Mein Reisebild am Freitag 16.01.2015

13 Jahre ist es nun her, dass ich meine erste selbstorganisierte Fernreise angetreten habe. Ich war vorher schon häufig allein unterwegs gewesen: drei Wochen mit den Auto durch Norwegen, Wandern auf den Kanaren, Inselhopping in Griechenland … In Europa kannte ich bereits die eine oder andere Ecke. Nach Asien hatte ich mich bislang jedoch nicht allein getraut.
2001 beschloss ich daher: Thailand sollte es sein. Ich hatte mich für das Land in Südostasien entschieden, weil es als perfektes Einsteigerland für Asien und als sicherer Ort für alleinreisende Frauen gilt. Ich habe meine Wahl nicht bereut: Ich verbrachte drei wunderbare Wochen in Thailand, das bis heute zu meinen Lieblingsländern zählt. Bangkok, die schwimmenden Märkte in Damnoen Chaduak, ein Ausflug zum Goldenen Dreieck und am Ende mein persönliches Highlight: die Insel Ko Phi Phi.
Schon bei der Anfahrt mit der Fähre verschlug es mir den Atem: kristallklares Wasser, weißer Sandstrand, Palmen entlang der ganzen Insel und malerische Longtailboote empfingen uns am Hafen. In Long Beach wählte ich eine Unterkunft direkt am Strand. Eine einfache Hütte mit Blechdach, auf das in der Nacht die Kokosnüsse knallten, eine Strandbar, an der abends bei Kerzenlicht und Gitarrenklang gesungen wurde, ein wackliger Plastiktisch mit Meerblick zum Frühstück, inklusive der fotogensten Palme, die man sich vorstellen kann – Ko Phi Phi war für mich der Inbegriff von kitschiger Fototapete, schlichtweg ein Traum von Insel!
Am 26. Dezember 2004 wurde mein Traum zerstört. Der tödliche Tsunami rollte unter anderem über Ko Phi Phi hinweg und verwüstete die Insel. Hunderte von Menschen starben, Gebäude wurden von den Wellen weggerissen, die Insel glich einem Schutthaufen. Fassungslos – wie wir alle – las ich die Berichte in den Zeitungen und sah die Bilder in der Nachrichten.
Erstaunlich schnell erholte sich die Insel von der Katastrophe, neue Häuser und Hotels wurden gebaut, die Touristen kehrten zurück. Aber Ko Phi Phi ist nicht mehr das Gleiche wie vor dem Tsunami: Statt einfacher Hütten stehen nun mehrstöckige Luxushotels am Strand, von den Palmen, die einst die Strände säumten, sind nicht mehr viele übrig, und eine Bar mit abendlichem Kerzenschein als einziger Beleuchtung wird es wohl auch kaum mehr geben.
Ich bin seit 2001 nie wieder auf Ko Phi Phi gewesen. Und ich werde auch nie wieder hinfahren. Ich will mir mein Bild vom Tropenparadies im Kopf bewahren. Meine Erinnerungen lasse ich mir durch die Bausünden, die die Insel beim Wiederaufbau erlebt hat, nicht nehmen. Bisher hat es auch noch keine andere Insel geschafft, Ko Phi Phi vom ersten Platz meiner persönlichen Favoritenliste an Traumstränden zu vertreiben. Noch bin ich auf der Suche …
Vielen Dank für Deine schönen Bilder und die tolle Geschichte dazu!
Mein Reisebild am Freitag 23.01.2015

Da ich auf Facebook gerade ein Australienalbum veröffentlicht habe, gibt es heute auch ein passendes Reisebild.
Ein Koala aus und in Australien.
Auf meiner Liste für Australien stand ganz weit oben Kängerus und Koalas zu sehen.
Und beides hat geklappt.
Da ich keinen besonderen Ort aufsuchen wollte, um Koalas zu sehen, habe ich sehr gehofft auf der Great Ocean Road welche zu sehen.
Kleiner Einschub:
Koalas sind Baumbewohner und überwiegend nachtaktiv.
Sie halten sich nur ungern am Boden auf und bewegen sich dann auf allen Vieren vorwärts. Um Energie zu sparen, schlafen sie bis zu 20 Stunden am Tag. Das ist mal ein Leben.
Auf der Great Ocean Road habe ich also immer schön Ausschau gehalten, immer schön in die Bäume schauen aber auch die Straße nicht aus den Augen lassen.
Ich habe auf einem Campingplatz drei prima Mädels kennen gelernt, mit denen ich eine Weile gemeinsam unterwegs war. Es war wunderbar.
Ich wollte irgendwann unterwegs unbedingt einen Leuchtturm sehen. Die Mädels hatten Lust mit zu kommen und wir sind einen kleinen Extraweg gefahren.
Wir fahren also die Straße lang, ich genieße die Natur drum herum. Es ist ganz schön viel los auf der Straße und plötzlich tritt mein Vordermann voll auf die Bremse. Ich auch, die Mädels dahinter und das Auto dahinter auch.
Die Leute aus dem Vorderauto springen raus und richten die Kamera auf die Bäume. Wir springen auch raus und laufen zu den Bäumen.
Und da hängen sie. Total entspannt in den Bäumen, völlig unbeeindruckt vom Paparazziaufgebot.
Unter den Bäumen halten immer mehr Autos und begeisterte Menschen springen mit ihren Kameras aus den Autos.
Es war wunderbar, großartig, amazing!
Und weil es nicht mehr dazu zu sagen gibt, hier lieber noch ein paar Bilder!
Mein Reisebild am Freitag 30.01.2015

Das heutige Bild kommt von Steffi.
Wenn sie sich nicht gerade die Welt anschaut, bloggt sie auf Berliner Fundstücke über Kunst und Kultur in der Hauptstadt.
Und hier ist ihre Geschichte:
Vor drei Jahren kam ich das erste Mal nach Florenz.
Ich war gerade angekommen, hatte noch nichts von der Stadt gesehen und suchte nach einem Ort, um mir einen ersten Überblick zu verschaffen.
Der auf einer Anhöhe liegende Piazzale Michelangelo eignet sich dafür perfekt, also begann ich mit dem Aufstieg. Oben angekommen war ich von dem Ausblick absolut überwältigt und fand ich mich in einer anderen Welt wieder.
Ich konnte nicht nur den Fluss und die zahlreichen Brücken überblicken, sondern auch die gesamte Altstadt mit der majestätischen Domkuppel im Zentrum. Die orange und ockerfarben erstrahlenden Häuser wurden von leuchtend grünen Zypressen an sanften Hügeln umrahmt.
Diese Stadt ist ein Kunstwerk und es war, als würde die Zeit stillstehen wie in einem Gemälde.
Während meines gesamten Aufenthalts kam es mir so vor, als hätte sich das alte Florenz kaum verändert und würde stattdessen neben der Welt weiterexistieren. Die großen Plätze werden von Häusern gesäumt, durch deren Fenster man Kronleuchter und prachtvolle Deckenfresken erkennen kann.
Nachts leuchtet die Stadt wie im Fackelschein. Die Holzhütten auf dem Ponte Vecchio, der ältesten Brücke von Florenz, gab es schon als Michelangelo hier lebte und noch heute wird in ihnen Schmuck verkauft.
Seitdem ist Florenz für mich ein magischer Ort abseits der Welt, an den ich in diesem Sommer mit Freude zurückkehre.
Danke für die Bilder und die schöne Geschichte dazu!
Mein Reisebild am Freitag 6.2.2015

Darling Habour bei Nacht
Wunderbar war meine Zeit in Sydney.
Eigentlich wollte ich nur ein paar Tage bleiben und dann gleich on the road und meinen Roadtrip starten.
Leider hatte ich einen kleinen Durchhänger und musste erstmal Urlaub vom Reisen machen.
Und so habe ich ganze zwei Wochen in Sydney verbracht und in dieser Zeit nicht wirklich viel gemacht.
Ich bin tatsächlich die ganzen zwei Wochen auf einer Couch untergekommen und habe es total genossen mal wieder in einer Wohnung zu wohnen, das Bad nur mit einer Person teilen zu müssen und einfach mal abzuhängen. Einkaufen gehen, kochen, fast ein bisschen sowas wie Alltag. Das hat mir gut gefallen und war irgendwie auch nötig.
Außer in der Wohnung, habe ich gerne auch in der Stadt” abgehangen”.
Ein Lieblingsplatz war rund um die Oper und der andere Lieblingsplatz war Darling Harbour.
Hier habe ich gerne die Sonne genossen und das Treiben beobachtet. Und dort ist über Tag Einiges los.
Aber auch am Abend lohnt Darling Harbour einen Besuch. Es gibt Bars , Restaurants, ein Kino und außerdem einfach eine tolle Skyline.
Ich habe mir am liebsten ein schönes Plätzchen gesucht, die Atmosphäre und die Ausicht genossen und die Menschen beobachtet.
Besonders die weiblichen Sydneysider bretzeln sich ganz schön auf wenn es Abends auf die Piste geht.
Und nach meinem Urlaub vom Reisen ging es dann voller Freude und Energie wieder auf Reisen. Zwei Wochen Roadtrip durch Australien und im Anschluss Neuseeland!
Mein Traumreiseland Nummer eins.
Ich brauche eine neue Kamera! Unbedingt!
Damit auch die Nachtbilder ein bißchen Schärfe bekommen.
Mein Reisebild am Freitag 13.02.2015

Das heutige Reisebild am Freitag kommt von Lynn. Auf ihrem Blog Lieschenradieschen reist nimmt sie Dich mit auf Reisen und berichtet von Menschen Ländern und Kulturen.
2012 war ich in Kenia. Dieser Besuch war nicht nur mein erstes Mal auf dem afrikanischen Kontinent, es war auch der Beginn meiner Leidenschaft für Afrika.
Die ersten Tage habe ich bei Freunden in der Hauptstadt Nairobi verbracht. Die Stadt ist laut, voll und so ganz anders als alles andere, was ich bis jetzt jetzt erlebt habe.
Anschließend ging es in die Massai Mara. Das kenianische Pendant zur Sergenti in Tansania. Bereits bei unserem ersten Game Drive, so nennt man die Suche im offenen Wagen nach Game (=Wild), habe ich Löwen bei der Jagd beobachten dürfen. Es ist ein einmaliges Gefühl die Tiere untereinander kommunizieren zu sehen.
Ein Gänsehautmoment war allerdings, als dieses junge Löwenmännchen, direkt an unserem Wagen vorbei ging. Ich hätte nur meine Hand ausstrecken müssen, um ihn zu berühren. Unglaublich. Dabei ist auch mein Lieblingsreisefoto entstanden.
Nach dem unglaublichen Aufenthalt in der Massai Mara, wo ich fast die Big Five gesehen habe (mir fehlt nur noch der Leopard), ging es noch weiter ans Meer. Dort habe ich mich dann von den Aufregungen während der Safari erholt.
Kenia ist ein Land welches mich total fasziniert hat. Von dem Buschland, über das Gebirge mit dem Mount Kenia, bis an die Küste ist es wahnsinnig abwechslungsreich. Auch die Einheimischen sind sehr freundliche und höfliche Menschen. Ich kann euch also einen Besuch nur ans Herz legen.
Danke für das wundervolle Reisebild und die Geschichte dazu!
Mein Reisebild am Freitag 20.2.2015

Das heutige Reisebild am Freitag kommt von Marieke vom Blog Flashpackcitygirl. In ihrem Blog schreibt sie über Städtetrips und das Reisen als Flashpacker.
Hier ist die Geschichte zu ihrem Reisebild:
Paris. Paris, die Stadt der Liebe.
Wie schön muss Paris sein, dass es den Titel ,,Die Stadt der Liebe” bekommt? Es muss einfach fantastisch sein, süße Gebäude ,kleine Gassen und überall kleine Restaurants. – So viel zu der Traumvorstellung Paris.
Ich war schon so gespannt auf diese super tolle Stadt. Und nein, ich hab auch nicht auf die Warnungen von anderen gehört – es ist so dreckig in Paris, es stinkt überall, die Franzosen sind so aufdringlich. Aber wer nicht hören will, muss fühlen.
Oh – und ich kann euch sagen, dass Glück war nicht auf meiner Seite.
Ausgerechnet in der Zeit, in der ich in Paris war, wurde gestreikt. Schon am Flughafen wurden wir (meine Mama und ich) von einem Gleis zum anderen gejagt. Und in der Innenstadt, dann das totale Chaos.
Ich hab mich wie eine Sardine gefühlt. In den Metros gab es keine Privatsphäre mehr, hier war Gruppenkuscheln angesagt.
Und es war absolut nicht romantisch!Nicht nur das Kuscheln nicht, auch die Stadt nicht.
Wo sind die kleinen süßen Häuser? Der Romantische Flair?
Nichts da. Nur Müll, der überall lag und dementsprechend hat es auch gerochen!
Meine ganze Seifenblase ist mit einem Mal zerplatzt.
Doch ich wär nicht ich, wenn ich nicht ein Ass im Ärmel gehabt hätte. Der Eiffelturm, das Wahrzeichen von Paris. Hier werden Heiratsanträge noch auf die klassische Art und Weise gemacht.
Wir hatten sogar das perfekte Timing. Sobald wir da waren, fing der Eiffelturm plötzlich an zu glitzern . Das war so schön und sofort hat man sich einen Freund dazu gewünscht.
Vielleicht ist deshalb Paris die Stadt der Liebe, wegen diesem einen Moment. Und nein – ich lass mich nicht von den ganzen Verkäufern stören, die mir irgendwelche leuchtenden Fliegedinger für 18€ andrehen wollen.
Der Dickkopf war auch schon aktiviert, da muss ich rauf! Egal wie teuer, ich will ganz nach oben.
Und ich glaube, es wär auch echt schön gewesen, Paris von da oben zu sehen. Ja wär da nur nicht der Streik gewesen. ,,Tut mir leid, heute kommt da niemand rauf“.
Seit diesem Tag stehe ich mit Frankreich (Nizza einmal ausgenommen) auf dem Kriegsfuß. Aber ich gebe Frankreich dennoch nicht auf.
Deshalb hab ich letztes Jahr auch die ,,Weihnachtshauptstadt” Straßburg getestet, dazu findest du einen Bericht hier.
Allen in allem hab ich dennoch eine Menge mitgenommen. Ich habe verstanden, wieso es in manchen Ländern extra Frauenwaggons gibt, ich weiß nun, das Frosch nicht nach Hühnchen schmeckt und Pipi heißt auch im Französischen Pipi – Vielen Dank an dieser Stelle noch mal an den lieben Taxifahrer, der mich auf einer überfüllten Straße raus gelassen und gewartet hat, bis ich in einem Cafe Erleichterung fand.
Mein Reisebild am Freitag 27.02.2015

Sommergruß aus Frankreich.
Genau das richtige bei dem grauen, regnerischen Wetter.
Das Bild entstand 2009 bei einem Roadtrip durch Frankreich.
Frankreich Roadtrip
Wir hatten durchweg wunderschönes Wetter und die Unterkünfte, zu dieser Reise waren traumhaft schön.
Wir übernachteten in Herrenhäusern, Schlössern und gemütlichen Bed&Breakfasts.
Reims, Vézelay, Tournus und Colmar waren die Übernachtungsorte.
Aber bei einem Roadtrip ist ja oft der Weg das Ziel und so haben wir außerdem Cluny besucht, mit den Mönchen in Taizee gesungen, einen Pferdemarkt besucht und waren viel in der Natur unterwegs.
Und irgendwo auf dieser Reise ist auch das Reisebild am Freitag für diese Woche entstanden.
Neben den wundervollen Unterkünften, den romantischen Städten und der tollen Natur ist mir von dieser Reise noch ein weiteres Erlebnis besonders in Erinnerung geblieben.
Parlez-vous francais?
Wir haben einen Pferdemarkt entdeckt, ein wenig umhergeschaut, das kleine Örtchen erkundet und als wir zum Auto zurück kommen habe ich einen platten Vorderreifen. Was also machen? Weder ich noch meine Reisebegleitung haben Ahnung vom Reifen wechseln (peinlich, dieses Wissen muss unbedingt erworben werden).
Dummerweise sprechen wir, bis auf ein paar Brocken, auch kein französisch und platter Reifen ist keiner davon.
Also sind wir zurück Richtung Markt und haben einen Franzosen angesprochen und ihm mit Händen und Füßen die Situation geschildert. Naja, wir haben in gebeten uns zu folgen und haben das am Auto zeigen können was das Problem ist.
Der Herr war sehr freundlich und ist dann vor uns her zur nächsten Tankstelle gefahren.
Dort hat uns dann der Besitzer irgendein Zeug in den Reifen gespritzt und alles war wieder dicht. Was genau er dazu erzählt hat, haben wir natürlich nicht wirklich verstanden…
Wir haben also unsere Reise fortgesetzt und sind dann auch noch mit diesem Reifen nach Hause gefahren.
In meiner Werkstatt zu Hause wurden dann die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen und gefragt ob ich sie noch alle hätte mit dem Reifen noch so viel und vor allem Autobahn zu fahren. Das wäre nur eine Dichtung um zur nächsten Werkstatt zu fahren und einen neuen Reifen zu organisieren.
Jetzt weiß ich immerhin was der freundliche Mann an der Tankstelle (übrigens auch mit Händen und Füßen) versucht hat uns verständlich zu machen.
Zum Glück ist alles gut gegangen!
Die Reise war wunderbar und einen Roadtrip durch Frankreich kann ich in jedem Fall empfehlen.
Mein Reisebild am Freitag den 13.03.2015

Das heutige Reisebild am Freitag kommt von Ronny.
Auf dem Blog ploync schreiben er und zwei weitere Autoren übers Reisen und Wandern. Auch zu Klettersteigen gibt es interessante Artikel und immer auch großartige Bilder. Ich freue mich sehr über das erste Reisebild mit Geschichte aus Japan:
Tokio ist schon eine verrückte Stadt. Das erlebte ich im Herbst 2014. Mein Ziel war die Stadt zu erleben, das erste Mal, und meine größte Sorge war: “Hoffentlich komme ich vom Flughafen auch am Hotel an”.
Nach 14 Stunden Flugzeit landete ich ungefähr Mittags in Tokio. Anschließend ging es ins Hotel und danach gleich ins Bett. Eine Stunde Ruhe wollte ich mir gönnen bevor ich mein erstes Ziel, mein persönliches “Must See”, ansteuern wollte. Akihabara heißt der Stadtteil den ich unbedingt sehen wollte. Die Otakus unter euch, wissen warum. Für alle Nichtkundigen, Akihabara ist das Mega für Gamer, Otakus und Anime-Fans. Und hier, gleich am ersten Tag, entstand auch dieses Foto.
Ich hatte mir gerade mein erstes Takoyaki in Akihabara reingepfiffen, ein leckeres Fastfood Gericht, was es in Tokio fast überall gibt und schlenderte durch die Straßen. An einer Ampel sah ich den Typ mit seinen zwei Enten. Ich dachte mir: “Okay, in Tokio hält man sich also Enten als Haustiere. Interessant.” Doch das eigentliche Verrückte war, der Japaner hatte nur die erste Ente an einer Leine. Die Zweite folgte der Ersten auf den Fuß.
Natürlich wollte ich wissen was geschieht wenn die Fußgängerampel auf grün umschaltet und ob der Japaner dann seine Enten über die Kreuzung schleift. Doch ich war überrascht von dem Respekt, welche er den Enten entgegen brachte. Anstatt an der Leine zu zerren, wartete er so lange bis die Ente loswatscheln wollte. Zuvor streckte sich die erste Ente erst einmal, breitete ihre Flügel aus und entschied sich anschließend, die Kreuzung zu überqueren.
Wie schon gesagt, Tokio ist einfach verrückt. Und ich kann nur jedem empfehlen diese Stadt irgendwann einmal in seinem Leben zu besuchen.
Mein Reisebild am Freitag 20.03.2015

Herz in Frankreich gefunden
Das scheint mir der passende Titel für mein heutiges Reisebild mit Geschichte zu sein.
2009 war ich mit meinem damaligen Freund unterwegs in Frankreich.
Ein Roadtrip mit Übernachtungen in Herrenhäusern und Schlössern und dem Besuch wunderschöner Orte.
Meine Favoriten waren Vezelay und Cluny.
Frankreich gefällt mir total gut und beim Durchstöbern der alten Bilder habe ich mich gefragt, warum ich nicht öfter in diesem Land unterwegs bin.
Mal schauen ob sich das dieses Jahr ändern wird.
Herz in Frankreich verloren oder besser eigentlich Herz in Frankreich gefunden nenne ich das heutige Bild.
Wir sind auf unserer Reise durch viele schöne Ortschaften gekommen, haben Altstädte, Kirchen und Kathedralen bewundert. Oder sind über Märkte geschlendert und haben im Café das bunte Treiben beobachtet.
Da wir mit dem Auto unterwegs waren mussten wir natürlich vorher immer erstmal auf die Parkplatzsuche gehen. Und das ist in Frankreich nicht unbedingt weniger nervig als in Deutschland. Und auch auf Reisen will ich nicht unnötig (viel) Geld fürs Parken ausgeben. Also parkten wir öfters ein wenig außerhalb, um kostenlos Parken zu können.
Ich kann mich absolut nicht an den Namen des Ortes erinnern an dem dieses Bild entstand. Aber ich weiß das der Parkpla an einem Fluss und es ein schönes altes Städtchen war…. irgendwas mit A glaube ich.
Wir sind aus dem Auto gestiegen und Richtung Marktplatz gelaufen und noch auf dem Parkplatz habe ich diese wunderschöne Herz gefunden.
Ich habe mich total gefreut und gleich ein Bild gemacht.
Wir sind noch eine Weile dort in der Nähe stehen geblieben, aber alle Leute sind einfach nur darüber gerannt und ich hatte nicht das Gefühl, dass es irgend jemandem aufgefallen ist. Und erfreut hat sich daran schon gar keiner!
Mir hat diese Entdeckung damals große Freude bereitet!
Und sie begeistert mich immer noch so sehr, das die mir ein Freitagsbild wert ist.
Wir sollten uns öfters die Zeit nehmen, um unsere Umgebung wahr zu nehmen und kleine Schätze zu entdecken.
Mein Reisebild am Freitag 27.03.2015

Das heutige Reisebild am Freitag schickt uns Annika, vom Blog Häwelmäuse. Sie ist mit ihrer Familie unterwegs und nimmt uns heute mit nach Dänemark!
Dänemarks Schätze und Kuriositäten
Lange schon liebe ich das Meer. Ich bin wohl bereits als Kind darauf geprägt worden. Bereits im Kindergartenalter durfte ich manche Sommer auf den Nordseeinseln verbringen. Leider war ich aufgrund der immer höher steigenden Preise lange nicht da.
Seit Jahren suche ich eine Alternative und habe sie nun, auf Anraten von vielen Freunden und Bekannten, in Dänemark gefunden.
Henne Strand ist ein wunderschönes Fleckchen Erde. Die Strände sind lang genug für ausgedehnte Spaziergänge, dahinter befinden sich idyllische Dünen und niedliche Feriensiedlungen.
Wir waren im September dort; in der Nebensaison haben wir, gemeinsam mit unseren Herzensfreunden, ein wundervolles kleines Häuschen gemietet, welches keine 5 Gehminuten vom Meer entfernt war.

Viele Menschen reisen mit ihren Kindern an Orte, an denen es täglich “Bespaßung” für diese gibt. Ich kann nur aus der Erfahrung mit unseren Kindern und mit der Tochter der Freunde sagen: Kinder brauchen keine “Bespaßung”, wenn sie am Meer sind.
Sie können den ganzen Tag Sandburgen bauen, sich gegenseitig eingraben, Schätze finden, Fangen spielen, die gefundene Leine an das andere Kind knüpfen und spielen, dass man Hund oder Hundebesitzer ist… Kinder können so kreativ sein, wenn sie nicht inmitten der Zivilisation von all den Eindrücken überschwemmt werden.
Unseren merkwürdigsten Fund möchte ich auf dem Foto zeigen. Offenbar ist dies eine Blindschleiche, die eine andere frisst und dabei selbst stirbt. Die Kinder waren sehr fasziniert davon.
Schönere Fotos aus Dänemark sind auf meinem Blog zu sehen
Danke Annika für Deine Geschichte!
Mein Reisebild am Freitag 03.04.2015

Heute ein bißchen verspätet kommt mein Reisebild am Freitag.
Nicht wirklich ein Reisebild, viel mehr ein Ausflugsbild. Und auch nicht nur eines, sondern heute ein paar mehr Bilder.
Wandern an der Bergstraße
Von Zwingenberg bin ich zum Schloß Auerbach gelaufen. Die Wanderung ist laut Wanderführer 12 Kilometer und dauert mit drei Stunden.
Da ich aber ständig Bilder mache und wegen der Erkältung eher gemütlich unterwegs war, kann ich zu der Zeitangabe wenig sagen. Außerdem bin ich wohl einmal einen anderen Weg gegangen, dann aber wieder auf den richtigen Weg gestossen.
Zunächst ging es wunderbar durch die Weinberge Richtung Melibokus. Den Abstecher zum Melibokus habe ich ausgelassen, denn meine Erkältung ist leider immer noch nicht vorüber.
Im Anschluss auf dem Burgenweg auf Asphalt und breiten Waldwegen zum Schloß Auerbach.
Ich bin noch vor dem Besucheransturm am Auerbacher Schloß angekommen und konnte fast alleine die Aussicht genießen und eine schöne Pause machen.
Du kannst dort im Restaurant essen oder am Kiosk ein Getränk und einen Snack kaufen, den Du an Holztischen in der Sonne genießen kannst.
Es lohnt sich das Programm vom Auerbacher Schloss anzuschauen. Es gibt jede Menge spannende Events.
Als es dann immer voller wurde, habe ich mich auf den Weg zurück gemacht. Erst ging es auf dem Burgenweg weiter und dann auf dem Blütenweg zurück nach Zwingenberg.
Unterwegs gab es immer wieder schöne Aussichten zu genießen.
Es war eine schöne Wanderung bei traumhaftem Wetter und ich freue mich diese Wanderung nochmal zu gehen, wenn alles grünt und blüht.
Ein bißchen etwas gab es auf dem Blütenweg schon zu sehen.
Mein Reisebild am Freitag 10.04.2015

Das heutige Reisebild am Freitag kommt von Wibke, vom Blog Sonnenstrahlenmomente. Auf ihrem Blog berichtet sie von ihren Leidenschaften – Reisen, Afrika und Ghana im Speziellen, DIYs, Rezepte und all den schönen Dinge, die das Leben ein kleines bisschen schöner machen.
Mein Reisebild
Es kommt mir vor als wäre es gestern gewesen als ich hier stand. Noch immer habe ich den Geruch von diesem Ort in der Nase, spüre die Beklommenheit, die man hier fast automatisch fühlt.
Man könnte meinen der Ort, an dem das Bild entstand, wäre ein schöner. Mit dem Blick auf das Meer, den bunten Fischerbooten und der Stadt am Horizont sieht es fast idyllisch aus.
Wären da nicht die Mauern, hinter denen diese Szene festgehalten wurde.
Mauern, die zu der Sklavenburg Cape Coast Castle in der Zentralregion Ghanas gehören.
Cape Coast galt als Sklaven- Umschlagsplatz. Dort wurden Einheimische für den Transport und den Verkauf als Sklaven in die europäischen Kolonien in Nord- und Südamerika oft monatelang in kleinen Verliesen zusammengepfercht gefangen gehalten, ehe sie durch einen schmalen Gang zum Verladen an den Strand kamen.
Auf dem Weg zum Schiff kamen die Männer und Frauen an eben diesem Fenster vorbei. Ein kurzer Blick durch die Gitterstäbe, die einst davor angebracht waren, auf die Welt außerhalb der Mauern. Ein flüchtiges Aufflammen von Hoffnung, das damit einhergeht.
Cape Coast Castle ist ein Ort voller Vergangenheit, aber für mich ist es auch ein Ort der Zuversicht. Ein Ort, der zeigt, dass dieser Teil zwar zur Geschichte des Landes gehört, er aber dennoch Hoffnung auf etwas Besseres gibt.
Etwas außerhalb der Mauern, das dem idyllischen Fleckchen Erde, nach dem das Bild auf den ersten Blick ausschaut, ein kleines bisschen näher kommt.
Vielen Dank Wibke, für diese etwas andere Geschichte zu Deinem ReiseBild!
Mein Reisebild am Freitag 17.04.2015

Heute geht es zurück in die Vergangenheit!
Letztens habe ich mal in den alten Fotokisten gekramt und bin in Urlaubserinnerungen versunken.
Aus einer dieser Fotokisten ist das heutige Reisebild am Freitag.
Das Bild entstand am Flughafen in London. Und zwar im August 1996. Ich war also zarte 16 Jahre alt und kam etwas umgestylt von meiner Reise zurück.
Die ganze Geschichte:
Mit 16 hatte ich mich dazu entschieden in den Sommerferien eine Sprachreise nach England zu machen, wo lernt man schon besser eine Sprache, als im Land wo sie gesprochen wird?! Ich bin also für 3 Wochen nach Weymouth geflogen… rein ins Abenteuer!
Das erste Abenteuer war die Zuteilung zu den Familien. Viele sympathische Mamis und Papis kamen in den Bus um die Gastschüler abzuholen, doch mein Name wurde niemals aufgerufen… Und dann kam meine Mutter oder eher Oma, die Unterarme voll mit schlechten Tattoos und draußen am Bus wartete ein riesiger angsteinflößender Hund. Na wunderbar, das fängt ja gut an…
Der erste Eindruck war schlimmer als befürchtet, die Gastmutter total nett, das Essen ok und der Hund hat auch mehr oder weniger gut gehört. Alles in Allem eine großartige Zeit. In den Sprachferien gab es natürlich auch einen Ausflug nach London. Ich habe die ganzen alternativen, punkigen Shops geliebt und groß eingekauft.
Neben vielen Bandshirts eben auch diese Schuhe und Strumpfhosen und das Kleid. Den Pulli hatte ich schon von zu Hause mitgenommen. Heimlich natürlich, denn Mama fand ihn schrecklich.
Damit das alles auch zum Outfit passt habe ich mir dann zwei Tage vor der Heimreise auch noch die Haare blauschwarz gefärbt. So komme ich also in meinem wundervollen Outfit in Frankfurt an und freue mich meine Ma und meine beste Freundin wieder zu sehen und was passiert? Keiner kommt mir freudestrahlend entgegen, keiner umarmt mich…. beide erkennen mich in meinem großartigen Outfit erstmal gar nicht und ich laufe an ihnen vorbei… …aber nur um sie dann von hinten anzuspringen zu erschrecken und meine Ankunft kund zu tun.
Die Gesichter waren herrlich anzuschauen und ich erinnere mich noch sehr gerne daran.
Mein Reisebild am Freitag 24.04.2015

Das heutige Reisebild kommt von Sabrina, vom Blog boots&backpacks. Der Fokus von ihrem Blog liegt auf der besten Reiseausrüstung für Frauen. Dabei geht es ihr nicht nur um mega High Tech Ausrüstung, sondern sie schreibt über ihre Erfahrungen mit dem Equipment. Außerdem gibt es auf ihrem Blog Infos rund um die Reiseplanung.
Mit dem Auto durch die Highlands
Dort wo die Straßen immer menschenleerer werden und der Wind immer aufmüpfiger wird, dort ist die Wahrscheinlichkeit weit größer auf ein Schaf zu treffen, als auf einen Menschen.
2009 bin ich für 9 Tage mit dem Auto in Schottland unterwegs gewesen und der atemberaubendste Teil der Reise waren auf jeden Fall die Highlands.
Ständig klickte der Auslöser der Kamera um die atemberaubende Landschaft einzufangen. Während sich das Auto die Berge hochquält komme ich aus dem Staunen nicht raus. Die Weite des Landes, die tanzenden Wolken auf den Bergketten und in den Tälern – Schottland ist atemberaubend schön.
Und plötzlich, zu meiner rechten auf einer kleinen Anhöhe sehe ich dieses Schaf stehen. Wie eine Statue steht es neben dem Felsen und wirkt merkwürdig unecht. Ich musste sofort lachen. Es stand einfach da und glotzte in die Ferne des Landes. Unbeeindruckt von dem Geräusch des Motors schien das Tier im Boden verankert zu sein. Vielleicht meditierte es auch. Ich weiß es nicht.
Erst als wir unseren kleinen Fotoshoot mit dem Schäfchen beendet hatten ist es langsam losgerannt. Vielleicht hat es extra Pose gehalten, um uns dieses schöne Foto zu ermöglichen. Könnte ja sein.
Jeder der eine Reise durch die Highlands plant, sollte sich Zeit nehmen. Das Land ist zwar echt klein und schnell mit dem Auto zu erkunden, aber die Momente um die Tiere zu beobachten und den Blick über die Landschaft schweifen zu lassen, die sollte man sich auf jeden Fall nehmen.
Danke Sabrina für Dein Reisebild und die Geschichte dazu!
Mein Reisebild am Freitag 01.05.2015

Mein heutiges Reisebild am Freitag kommt von einem Wochenendtrip nach Bonn.
Ich bin aber nicht einfach so nach Bonn gefahren um mir die Stadt anzuschauen, sondern habe dort Victoria besucht.
Ich habe sie auf einem Campingplatz in Neuseeland kennen gelernt und wir haben nur drei Abend zusammen gesessen und gequatscht, aber der Kontakt ist auch nach Neuseeland geblieben.
Letztes Jahr haben wir nach einigem Hin und Her dann auch ein Wochenende gefunden undich habe sie in Bonn besucht.
Soviel schon mal zu Beginn, es war großartig!
Ich habe mich also auf gemacht zu einem Wochenende bei Victoria in Bonn. Mein erstes Mal mit einem Fernbus fahren. Boah war das ätzend. Fast zwei Stunden Verspätung hatten wir am Ende und der Fahrer war megaunfreundlich.
Das Wiedersehen war dafür um so schöner. Es war als hätten wir gestern erst in Neuseeland zusammen gesessen und gequatscht. Aufgrund der Verspätung war es schon viel zu spät aber ein bißchen zusammen sitzen und erzählen war trotzdem noch drin.
Der Samstag stand dann ganz im Zeichen von Pippi Langstrumpf.
Victoria ist Schauspielerin und nach einem leckeren Frühstück (mit viel quatschen und erzählen), haben wir uns auf den Weg zur Naturbühne Ratingen gemacht.
Dort konnt ich alle Kollegen von Viktoria kennenlernen und die Probe beobachten, super spannend. Ich mag Theater sehr und habe richtig Lust bekommen mal wieder selbst was mit Theater zu machen.
Nach einer Pause und einer super leckeren Stärkung mit Bratwurst und Waffel am Stiel musste Victoria zurück zu den Vorbereitungen und ich habe mir das bunte Treiben angeschaut. Die aufgeregten Kinder, die Eltern, die Großeltern, alle ganz gespannt auf Pippi Langstrumpf, Tommy und Annika.
Ich bin ein riesen Pippi Langstrumpf Fan,Das Theaterstück war großartig und ich war total erstaunt über die ganzen Stunts und Spezialeffekte. Es war ein wunderbarer Tag mit Pippi Langstrumpf.
Nach dem Theater ging es zurück nach Bonn, wo wir den Abend mit lecker kochen, essen und quatschen verbracht haben. Am nächsten Morgen gab es ein tolles Frühstück auf dem Balkon und viele interessante Gespräche. Und dann musste ich mich auch schon bald wieder auf den Heimweg machen.
Wir hatten gar keine Zeit zum Bilder anschauen, weil es einfach so viel zu quatschen gab. Es war wunderbar und ich hoffe das es dieses Jahr wieder klappt mit einem Treffen.
Und dann haben wir vielleicht auch Zeit zum Bilder schauen…
Mein Reisebild am Freitag 08. Mai 2015

Heute gibt es wieder ein wunderbares Reisebild mit Geschichte von einem Gastautor. Vielen Dank an Matthias!
Mein Name ist Matthias bin Tourismusmanagementstudent und betreibe www.traveling-shapy.de seit 3 Jahren. Es ist eine Art elektronisches Tagebuch über meine Reisen die vor allem in die weit entfernte Länder gehen.
Mein Anliegen ist es Leute für Länder und das Reisen im Allgemeinen zu begeistern, ihre Vorurteile abzulegen und einfach durchzustarten.
Zudem entsteht derzeit ein Reisetagebuch auf YouTube welches mein Hauptmedium wird, das liegt vor allem daran das ich ein sehr visueller und auditiver Mensch bin und das kann man durch Videos viel besser verwirklichen.
Das Dorf der roten Straßen
Da war ich, 5 Uhr morgens von einem Bus an einer Kreuzung abgesetzt mit der Aussage: „weiter geht’s mit einem Anderen“. Auch diesmal sollte mich das wirre Transportnetz auf den Philippinen nicht enttäuschen. Mit dem landestypischen Fortbewegungsmittel, einem umgebauten Armytruck fuhren wir in die Berge.
Auf dem Dach sitzend lässt sich die Natur viel besser genießen und gehört des Weiteren auf den Philippinen zum Alltag, sich entweder ans Auto zu hängen oder einfach darauf zu klettern. Erreicht man jedoch den nebeligen Abschnitt der Berge wird es ganz schnell sehr kalt und man wünscht sich wieder in den hinteren Teil des Trucks anstatt total abgefroren auf dessen Dach.
Nichts des so Trotzes erreichten wir Banaue, auf engen Straßen schlängelten wir uns hinunter in das Dorfzentrum. Auf der Straßenseite erspähe ich einen Mann wie er einen toten Hund mit einem Gasbrenner die Haare vom Leib brannte um ihn dann schlachten zu können. Das ist nichts Ungewöhnliches in diesem Teil des Landes, denn dieses Essen dient unter anderem als Potenzmittel, aber das würde nicht das Einzige bleiben das mich überraschen sollte. Als erstes bezog ich mein Zimmer und machte mich auf die Umgebung zu erkunden.
Besonders stachen mir diese roten Flecken auf den Straßen, Gehwegen und Wänden in die Augen die so gar keinen Sinn ergeben wollten. Ebenso die Leute mit roten Gebissen und ungewöhnlich schlechten Zähnen.
Die Erleuchtung kam mir bei einer Frau welche das Zeugs verkaufte das dafür verantwortlich war. Momma, hieß diese Mischung aus Kautabak, Bettelnüsse und Blättern. Es soll eine berauschende bzw. schmerzstillende Wirkung haben um den Reisbauern die Arbeit auf den Feldern zu erleichtern.
Den nächsten Tag machte ich mich Richtung Batad auf, eine Ansammlung von vielen hundert Reisfeldern und zudem auch Weltkulturerbe. Natürlich alles ohne ein Transportmittel, schließlich waren es nur einige Kilometer. Im Nachhinein habe ich mal wieder am falschen Ende gespart den schon bei den Feldern war die Erschöpfung stark zu spüren aber weiter immer weiter schließlich gehörten diese Reisfelder, die an den Hängen der Berge lagen mit zu den schönsten Landschaften welche ich auf den Philippinen sehen sollte.
Nach gefühlten tausend Treppenstufen schaffte ich es das Areal zu umrunden und konnte zufrieden meinen Heimweg antreten. Nur gut das ich das Momma dabei hatte wodurch man diese Alltagsdroge gleich einem Test unterziehen konnte.
Soviel sei gesagt es erhöht den Speichelfluss um ein Vielfaches wodurch man als Anfängern alle paar Sekunden ausspucken muss, was dazu führt das man eine leicht zu verfolgende rote Spur auf dem Weg hinterlässt. Eine andere Wirkung hatte das Mittel aber sonst nicht, aber es war bereits gekauft und zum Wegschmeißen zu schade.
Zurück in Banaue angekommen gesellte ich mich zu einigen Einheimischen um mit ihnen Momma zu kauen und ihrem Dorf ein neues Aussehen zu geben. Deswegen wird dieser Ort für mich immer das Dorf der roten Straßen sein.
Mein Reisebild am Freitag 22.05.2015

Das heutige Reisebild am Freitag zeigt einen Muay Thai Boxer kurz vor dem Kampf.
Als ich letztes Jahr in Thailand war, habe ich am Flughafen in Krabi Ilona aus Holland kennen gelernt. Wir haben uns auf Anhieb gut verstanden und den ganzen Flug nach Chiang Mai durchgequatscht.
Für den Abend haben wir uns zum Essen verabredet und Pläne für die nächsten Tage gemacht. Da sie schon ein Trekking gebucht hatte, haben wir uns für den Tag danach zu einem Marktbesuch verabredet. Es war großartig und wir haben beschlossen gemeinsam das Elephant Jungle Sanctuary zu besuchen und außerdem zum Muay Thai Boxen zu gehen.
So sind also Ilona, ein weiterer Holländer aus ihrem Hostel und ich zum Muay Tha Boxen gegangen. Sie hatten die Karten im Hostel gekauft und das ganze sollte im “kleinen Stadion” stattfinden.
Als wir ankamen war noch relativ wenig los und wir haben tolle Plätze bekommen. Das Stadion ist nicht so wirklich ein Stadion wie ich erwartet hatte. Mehr ein Boxring in der Mitte von vielen Bars. Trotzdem war die Stimmung gut und es waren einige Kämpfe an diesem Abend zu sehen.
Wir haben für uns gleich mal für jeden Kampf einen Sieger getippt. Ilona hat am Ende die meisten richtigen Tipps gehabt und ihren Siegerdrink genossen.
Erst gab es die Kämpfe der Jungen, dann der Frauen und der Männer und als Höhepunkt einen internationalen Kampf zwischen einem Kämpfer aus Thailand und einem aus Frankreich.
Das Bild entstand kurz vor dem Kampf. Beide Kämpfer gehen in jede Ecke und jeder Kämpfer hat eine Art eigenes Ritual was er in der Ecke tut.
Die Kämpfe waren dann allerdings weniger “spannend” als erwartet und es war mehr ein umeinander tanzen als ein Kampf.
Aber es war eine interessante Erfahrung und ein toller Abend mit Ilona, mit der ich noch immer Kontakt habe.
Mein Reisebild am Freitag 29.05.2015

Das heutige Reisebild kommt von Kia vom Blog TRAVINESS.
Und hier kommt ihre Geschichte:
Von Affen und Vulkanen
Eigentlich sollte man einen Text ja nicht mit so viel Negativität beginnen, aber: Ich hasse Affen.
Versteht mich nicht falsch, eigentlich bin ich schon ein Tiermensch. Genau genommen ziehe ich sie so manches Mal den Menschen vor, aber bei Affen ist das irgendwie anders. Allerdings bin ich auch fest davon überzeugt dass sie mich auch nicht mögen.
Das bestätigte sich dann letztes Jahr, als ich mit meinen Freunden auf den „Gunung Agun“ gestiegen bin. Der Gunung Agun ist der höchste Vulkan auf Bali und gehört zu den fünf höchsten in ganz Indonesien, wo ich 2014 ein Auslandssemester gemacht habe.
Durch die Hitze auf Bali bei Tag mussten wir furchtbar früh los.
Ich erinnere mich dunkel, aber es muss gegen 2 Uhr Nachts gewesen sein. Jedenfalls gingen wir vorher erst gar nicht schlafen – hätte sich ja eh nicht gelohnt. Haha, Fehler Nummer eins.
Nach einer vierstündigen Wanderung in völliger Dunkelheit wurden wir aber mit einem wunderschönen Sonnenaufgang belohnt. Zwar war ich echt müde und hungrig, der traumhafte Sonnenaufgang ging aber vor. So stellte ich also meinen Rucksack neben mir ab um ein paar Fotos zu schießen.
Haha, Fehler Nummer zwei, denn schwupps kam ein Affe, schnappte sich meinen Rucksack und rannte weg. Da saß er dann auf einem Baum und öffnete ganz entspannt die Plastiktüte und ließ es sich mein Sandwich schmecken. Nachdem er fertig war gab er mir aber immerhin meinen Rucksack zurück, was ich alles in allem ja noch als fairen Zug betrachten konnte.
Trotzdem behalte ich den Tag immer als den in Erinnerung, an dem mir ein Affe mein Frühstück klaute.
Danke Kia für diese wunderbare Geschichte!
Mein Reisebild am Freitag 05.06.2015

Heute geht es nach Frankreich.
Das Bild entstand während meiner Sprachreise in Montpellier Frankreich.
Und das war so:
Ich war noch nicht immer eine begeisterte Alleinreisende.
In diesem Sommer wollte ich aber unbedingt in den Urlaub fahren. Wie so oft hatte niemand anders mit mir Urlaub oder Lust und Geld weg zu fahren.
Also habe ich mich dazu entscheiden eine Sprachreise zu machen. Das habe ich früher schon Mal getan und ich hatte eine echt gute Zeit. Ich fahre zwar alleine, hab aber mit dem Kurs eine prima Anlaufstelle um Leute kennen zu lernen.
Diesmal sollte es zum französisch lernen nach Frankreich gehen.
Montpellier war schnell als Kursort ausgesucht. Zum einen gefiel mir die Beschreibung und die Bilder von Montpellier, zum anderen war die Nähe zum Meer das entscheidende Argument.
Da ich erst noch drei Tage nach Paris wollte entschied ich mich mich dem Zug zu fahren und kam gut und ohne Verspätung in Paris an. Nach drei tollen Tagen dort ging es mit dem Zug weiter nach Montpellier.
Die Stadt ist wunderbar. Viele Straßencafés, eine großartige “Altstadt”, einiges anzuschauen und die Atmosphäre haben mir total gut gefallen. Mit dem Stadtbus geht es in kurzer Zeit ans Meer und die Strände sind traumhaft schön. Keine Touristenbuden, Strandpromenade oder sonstiges, sondern einfach Naturstrände, mit Dünen, Wellen und vielen Kitesurfern.
Das einzig weniger schöne war der Sprachkurs, naja zumindest die erste Woche. Obwohl ich bei der Auswahl auch auf das durchschnittliche Alter der Schule geachtet habe kam es anders als erwartet. Ein bißchen kam ich mir vor wie auf einer Jugendfreizeit mit mir als Betreuerin. Das war ein bißchen schade.
In der zweiten Woche war der Kurs dann viel besser gemischt und ich hatte eine gute zweite Woche mit prima Bekanntschaften.
Montpellier ist eine Reise wert und ich möchte diese Stadt sehr gerne noch einmal besuchen.
Mein Reisebild am Freitag 19.06.2015

Das heutige Reisebild kommt von Sebastian vom Blog Segeln ist Leben.
Er nimmt uns mit auf sein ganz persönliches Winter-Segel-Campingabenteuer in Friesland.
Hier kommt seine Geschichte:
Im März diesen Jahres war ich zum Zweiten mal mit BEA, meinem Schlauchsegelboot in der Niederländischen Provinz Friesland unterwegs. Zwei Wochen, nur begrenztes Gepäck, zelten im Winter, mein ganz eigenes, kleines Abenteuer.
Das Bild, das ich hier mit euch teilen darf entstand auf einer einsamen Insel im Grooten Gaastmeer – und ich meine wirklich einsam. Außer mir war dort keine Menschenseele.
Alleine – auf einer einsamen Insel. Das weckt bei vielen Menschen romantische Vorstellung. Ich gehöre zu den glücklichen Menschen, die dies erleben durften. Und das nicht nur ein mal.
Alleine der Weg zur Insel war schon abenteuerlich. Nun ist mein Boot ja eigentlich nicht fürs Fahrtensegeln ausgelegt. Doch mit viel gutem zureden geht das schon.
Leider, wie es im Winter so üblich ist, war der Wind etwas stark und unbeständig. Auf dem Weg zur Insel musste ich viel rudern, oft auch gegen Wind und Wellen. Eine Knochenarbeit, bei der man um jeden Meter kämpfen muss.
Umso schöner, wenn man zwischenzeitlich das Segel hissen und, vom Wind getragen, übers Wasser gleiten kann. Doch, wie schon gesagt war der Wind unbeständig – und starke Böen zwangen mich dazu schlussendlich den größten Teil zu rudern.
Während ich segeln liebe ist rudern bestenfalls akzeptabel – da bin ich eigentlich viel zu faul für. Und so kam ich abends, fix und fertig auf eben dieser Insel an. Zelt aufbauen, die nähere Umgebung erkunden, dann war auch bald Abend.
Ich hatte nicht damit gerechnet, dass der Törn so problematisch werden würde. Meine Gefühle waren aufgewühlt, ich wusste noch nicht wie ich es schaffen sollte mit meinem Boot, bei der aktuellen Wetterlage einen Törn zustande zu bringen. Und das, obwohl das Wetter für die Jahreszeit – immerhin war noch Winter – gut war!
Trotz aller Strapazen war ich auf dieser Insel unglaublich Glücklich.
Ich hatte Ruhe, Zeit für mich. So eine einsame Insel hat schon was. Man ist ganz alleine. Ich hatte das Gefühl als würde mir die Welt gehören – alles war gut, alles so wie es sein sollte.
Morgens wurde ich von der Sonne geweckt, abends ging ich mit ihr Schlafen. Auf dieser Insel durfte ich abends einen tollen Sonnenuntergang bewundern der die Landschaft in ein rötliches Licht geworfen hat.
Ich habe erst angefangen Bilder zu schießen um dann doch innezuhalten. Die Kamera zu senken und einfach nur den Augenblick zu genießen.
Einen Augenblick, der mir alleine gehörte.
Und ein Augenblick, in dem alles so war wie es sein sollte.
Danke für diese tolle Geschichte aus Friesland!
Mein Reisebild am Freitag 26.06.2015

Ich freue mich sehr heute wieder einen Gastautor begrüßen zu dürfen. Dieses wundervolle Foto von heute liefert Frank, vom Blog Dinky – Land.
Hier kommt die Geschichte zu seinem Reisebild.
DIE MITTERNACHTSSONNE ERLEBEN
Wer uns kennt weiss, wir Lieben Roadtrips!
Seit ein paar Jahren haben wir diese Leidenschaft mit Wohnmobil-Roadtrips etwas erweitert.
Insbesondere in landschaftlich geprägten Regionen wie Namibia und den USA haben wir schon wunderschöne Rundfahrten mit dem Wohnmobil unternommen.
Was in fernen Ländern funktioniert, geht doch sicher auch zu Hause, dachten wir uns. Denn auch Europa bietet landschaftlich einmalige Regionen. Warum also nicht mal mit einem Wohnmobil von Deutschland aus bis nach Norwegen fahren?
Gesagt, getan!
Wir mieteten uns ein kleines Wohnmobil und fuhren vom Ruhrgebiet aus bis zu den Lofoten. Wir waren Anfang Juni unterwegs und zu dieser Zeit geht die Sonne nördlich des Polarkreises nicht mehr unter. In den ersten Tagen mussten wir uns sehr an diese langen hellen Nächte gewöhnen. Ohne die Fenster des Wohnmobils komplett abzudunkeln, war an Schlaf nicht zu denken.
Nach ein paar Tagen der Eingewöhnung war dieser Umstand bereits normal für uns, und wir wollten dieses Naturschauspiel nun hautnah erleben. Die Mitternachtssonne kann man am besten an der Nordküste beobachten, daher fuhren wir auf den schmalen Straßen zur Nordküste der Lofoten-Insel Vestvågøy.
Unterwegs bewunderten wir den wunderschönen weißen Sand mit dem karibikblauen Wasser in Haukland und fuhren dann weiter durch einen einspurigen Tunnel nach Uttakleiv.
In Uttakleiv fanden wir dann einen genialen Stellplatz etwas oberhalb des Strandes. Nachdem wir die Übernachtungsgebühr von 100NOK in einen Briefkasten am Straßenrand gesteckt hatten, machten wir es uns auf dem Stellplatz gemütlich.
Wir stellten unsere Campingstühle raus, beobachteten die vorbeiziehenden Schafe und die immer tiefer sinkende Sonne über dem Meer. Die flach stehende Sonne verwandelte die Landschaft in ein phänomenales Licht. Alles leuchtete gelb-orange und wirkte fast magisch.
Kurz nach 24 Uhr entstand dieses Foto und erinnert uns immer wieder an diesem unglaublich schönen Abend.
Vielen Dank für die Geschichte und das wunderbare Reisebild.
Mein Reisebild am Freitag 3.7.2015

Hast Du schon meinen Artikel zu einer besonderen Reisebekanntschaft gesehen.
Der Artikel hat mich erinnert wie viele wundervolle Menschen ich schon auf meinen Reisen kennen gelernt habe.
Ich habe viele Bilder vergangener Reisen angeschaut und mich oft mit einem riesen Lächeln an die Menschen und die Situationen auf den Bildern erinnert.
Meine erste alleine Reise war die Wanderung auf dem Jakobsweg. Ich habe mich für den Küstenweg entscheiden, denn ich wollte zum einen Meer, zum anderen ist dieser Weg nicht so voll.
Es war eine unglaubliche tolle, emotionale und abenteuerliche Zeit.
Eine Zeit voller Anstrengung, Hochs und Tiefs, tollen Gesprächen und wundervollen Menschen die mich ein Stück des Weges begleitet haben.
Ein paar von ihnen stelle ich Euch auf meinem heutigen Reisebild am Freitag vor.
Ja, ich habe wieder ein bisschen geschummelt, es sind zwei Bilder. Aber ich konnte mich nun wirklich nicht entscheiden.
Menschen auf dem Küstenweg
Auf dem linken Bild sind Stefan aus Deutschland, Anna au Spanien, ich und Eduardo aus Spanien zu sehen.
Stefan habe ich gleich bei meiner Ankunft in Santander kennengelernt. Wir haben beide auf ein Bett in der Herberge gehofft, haben aber keines mehr bekommen. Allerdings hat uns die Herberge eine Privatunterkunft vermittelt.
So war ich also in meiner ersten Nacht auf dem Jakobsweg mit einem unbekannten Mann im Doppelzimmer (wie gut das das meine Mama nicht wusste). Am nächsten Morgen sind wir dann gemeinsam im Regen gestartet und eine ganze Woche zusammen gelaufen.
Am zweiten Tag haben wir dann Anna und Eduardo kennengelernt und uns auf Anhieb prima verstanden. Wir haben eine Mischung aus Englisch, Spanisch und Zeichensprache gesprochen und viel gelacht. Wir waren die nächsten Tage zu viert unterwegs, hatten irgendwann unser eigenes Wanderlied auf Spanenglisch gedichtet und hatten eine großartige und sehr lustige Zeit.
Stefan hat dann leider abgebrochen und Anna und Eduardo mussten eine Weile später wegen eines Magen Darm Infekts auch aufgeben.
Da war ich nun, mutterseelenallein und habe auch schon überlegt das ganze einfach sein zu lassen.
Doch immer wieder, wenn der Gedanke ans Aufgeben ganz groß war, geschah etwas wunderbares und ich kam nicht dazu abzubrechen.
So habe ich Maria unterwegs kennengelernt. Sie war das zweite Mal auf dem Weg unterwegs und hatte jede Menge zu erzählen. Wir haben viele gute Gespräche geführt und einige Abende miteinander verbracht. Gelaufen ist jede allein für sich, im eigenen Rhythmus und mit den eigenen Gedanken.
Auf dem zweiten Bild seht ihr mich, Maria und Christian.
Das war unser letztes Abendessen, Maria ist am nächsten Tag abgereist. Und das erste Abendessen mit Christian, ihn habe ich in der Herberge kennengelernt und von da an waren wir zusammen unterwegs.
Wir hatten genau das gleiche Tempo, haben den Stock zur gleichen Zeit aufgesetzt und haben es morgens gerne etwas gemütlicher angehen lassen. Es war eine wunderbare Zeit.
Wir konnten stundenlang schweigend gemeinsam wandern und dann ist es aus uns beiden ausgebrochen und zur gleichen Zeit hat sich wieder Redebedarf angekündigt! Es war wirklich toll!
Wir hatten viele gemeinsame Themen und vielen Leuten die ich unterwegs getroffen hatte, ist er auch schon begegnet.
Mit Anna, Eduardo und Stefan und auch mit Christian haben wir den Leuten immer Namen gegeben. Und ganz oft hat es gepasst und die anderen wussten ohne große Beschreibung schon, wer gemeint ist.
Da gab es zum Beispiel:
Die “Magic Family” – Vater, Mutter und ca 14 Jahre alte Tochter, die immer richtig viele Kilometer am Tag gelaufen sind und einige Extrawege gegangen sind.
“Los Tres” – zwei Männer eine Frau, alle mindestens über 60, aber in einem Tempo unterwegs, das wir nur noch die Staubwolke sahen
“The strange German” – und den kannte nun wirklich jeder. Und jeder hatte eine andere Geschichte zu dem großen, breiten Mann mit Schnäuzer und Mini Rucksack, der seltsame Geschichten erzählt.
“The Translater” – Fernando, ein Spanier der immer so toll geholfen hat wenn die Herbergseltern nur Spanisch sprachen.
….So könnte ich noch eine ganze Weile weiter machen.
Das ist jetzt neun Jahre her und mir kommt es vor wie gestern, dass ich diese Menschen getroffen und mit ihnen gelacht habe.
Die Zeit auf dem Jakobsweg war wirklich eine einzigartige und ganz besondere Zeit!
Mein Reisebild am Freitag 10.07.2015

Ich habe so viele wunderbare Menschen auf meinen Reisen kennengelernt und einen davon sehe ich heute wieder.
Deshalb möchte ich Dir auf meinem Reisebild am Freitag heute noch mal eine Reisebekanntschaft vorstellen.
Ich bin gerade auf dem Weg zu Birte, die ich übers Wochenende besuche.
Passend dazu möchte ich Dir erzählen wie und wo ich sie kennen gelernt habe.
Wunderbare Menschen – Eine Reisebekanntschaft
Birte habe ich Anfang 2013 auf meiner Weltreise kennengelernt.
Getroffen habe ich Birte auf einem meiner liebsten Campingplätze auf der Südinsel in der Nähe von Wanaka.
Da ich schon eine Weile unterwegs war, hatte ich auch nicht mehr so große Hemmungen andere Reisende einfach anzusprechen, denn das viel mir am Anfang des Alleine Reisens wirklich schwer!
Wir kamen wir schnell ins Gespräch und hatten einen schönen gemeinsamen Abend.
Ziemlich schnell haben wir festgestellt, das unsere Route erstmal so ziemlich die selbe war und beschlossen einige Zeit miteinander zu reisen.
Von Wanaka ging es bald weiter nach Queenstown. Hier haben wir ein paar Tage verbracht und natürlich die berühmten Fergburger getestet. Riesengroß und super lecker! Bring Zeit mit, denn der Ansturm auf diesen Laden ist enorm. Und das zu jeder Tages und Nachtzeit!
Im Anschluss sind wir gemeinsam Richtung Milford Sound gefahren und haben auf wundervollen Campingplätzen übernachtet. Denn auf dem Weg dorthin und gleich hinter Queenstown gibt es großartige DOC-Campingplätze.
Bis in die Catlins sind wir zusammen gereist und dort haben sich unsere Wege getrennt. Birte ist weiter nach Stewart Island und ich bin Richtung Norden gefahren um mein Auto zurück nach Auckland zu bringen.
Wir haben uns aber nochmal wieder gesehen. Birte hat mich in Nelson abgeholt und wir sind für ein paar Tage in die Golden Bay gefahren und haben eine tolle Zeit im besten Hostel Neuseelands verbracht.
Und heute Abend sehen wir uns in Göttingen wieder. Ich freue mich schon total.
Birte war schon mal auf der Durchreise für einen kleinen Zwischenstopp in Darmstadt, aber die Zeit war viel zu kurz!
Diesmal haben wir ein ganzes Wochenende zum Quatschen und Erinnerungen austauschen.
Update 2023
Wir haben noch immer Kontakt, wenn auch nur selten. Trotzdem ist es immer wieder toll und im letzten Jahr haben wir uns in der Sächsischen Schweiz zum Wandern getroffen und es war wunderbar. In Erinnerungen an unsere Zeit in Neuseeland und die Wanderung auf dem Routeburn Track hatten wir drei wunderbare Tage in der Sächsischen Schweiz.
Mein Reisebild am Freitag 24.7.2015

Sarahs Reise & Lifestyle Blog solo abroad ist für Backpacker, Individualreisende, alleinreisende Frauen und alle Fernweh geplagten Abenteurer. Dort findest Du verschiedene Reise-Tipps, Berichte über verschiedene Reiseziele und ortsunabhängiges Arbeiten.
Und hier die Geschichte zu Sarahs Reisebild
Im Jahr 2013 habe ich mich dazu entschlossen Freiwilligenarbeit in der Nähe von Bangkok zu leisten. Während meines einmonatigen Aufenthalts in Thailand bin ich sehr viel gereist. Zu meiner Reiseroute zählten die zweitgrößte Stadt Thailands, Chiang Mai im Norden und viele Inseln im Süden. Dort ist auch diese tolle Aufnahme entstanden.
Während dem Island Hopping zwischen den Inseln Koh Tao, Koh Phangan und Koh Samui habe ich die meiste Zeit auf der Insel Phangan verbracht.
Ich plane meine Reisen grundsätzlich ungern komplett im Voraus. Deswegen habe ich relativ spontan mich fürs Island Hopping entschieden und außer den Busfahrten in den Süden nichts vorab gebucht.Sobald neue Boote auf einer Inseln in Thailand anlegen, werden die Besucher bereits von vielen Tuk-Tuk-Fahrern und Hotelanbietern erwartet.
Während der Hauptsaison wird man von Hotel- und Hostelangeboten fast erschlagen, sobald man nur einen Fuß auf den Boots-Steg setzt. Deswegen habe ich mich damals von der Vielzahl an Angeboten berieseln lassen und mich für eine nette, kleine Bungalow Anlage am Rande der Inseln entschieden – welch ein Glückstreffer! Zu der Unterkunft zählten ein privater Strand ein Pool mit kleinem Spa-Bereich und ein schick eingerichtetes Bungalow mit kleiner Terrasse.
Nun… wie kam es zu diesem Foto?
Am besagten Privat-Strand meiner Unterkunft fand ich kurz nach Ankunft diese Schaukel und musste sie sofort ausprobieren.
Der verlassene Strand – das tolle Wetter und der Blick auf den Horizont – das Gefühl von Freiheit war einmalig und ich habe es zuvor wohl noch nie so sehr verspürt wie in diesem Augenblick.
Es ist zwar nur eine Schaukel – doch für mich zählt sie zu den Highlights meiner damaligen Thailand Rundreise. Ich werde diesen Moment niemals vergessen!
Danke Sarah für das wundervolle Bild und die Geschichte dazu.
Mein Reisebild am Freitag 07.08.2015

Ich freue mich sehr, bei meinem Reisebild am Freitag, heute wieder eine Gastautorin begrüßen zu dürfen!
Das heutige Reisebild mit Geschichte kommt von Gerti, vom Blog Gerti on the road.
Sandboarding in der Namib Wüste
„Hartfaserplatte oder Sandboard?“, dies war einer der ersten Fragen, die uns inmitten der Namib Wüste nähe Swakopmund/Namibia gefragt wurde. Als leidenschaftliche Snowboarderin habe ich mich natürlich für das Sandboard entschieden.
An alle Snowboarder da draussen – kennt ihr das Gefühl, wenn ihr die ersten auf der Piste seid und über den frisch präparierten Schnee fahren könnt und der blaue Himmel den Blick auf die umliegenden Berge frei gibt?
Nach unserer 3-wöchtigen Tour durch Namibia war unser letzte Stopp Swakopmund, umgeben von der Namib-Wüste. In einer Jugendherberge abgestiegen, ist mir die Information „Sandboarden in der Wüste“ sofort ins Auge gesprungen.
Wie wohl das Gefühl ist, am frühen Morgen von einer Sanddüne herunter zu boarden?
Gedacht – getan.
Nun stehen wir in der Namib-Wüste, die Feuchtigkeit des nahe gelegenes Meeres liegt noch in der Luft und wir bekommen die Frage gestellt: „Hartfaserplatte oder Sandboard?“
Für das Sandboard entschieden macht sich unsere Gruppe erst einmal daran, die Sanddüne zu erklimmen. Oben angekommen, wird erst einmal die imposante Dünenlandschaft bestaunt. Während der Mund vor Bewunderung offen stehen bleibt, bekommen wir einen Wachsbehälter in die Hand gedrückt, um unser Board „einzuwachseln“. „Damit ihr besser die Düne herunter gleiten könnt“, so die Erklärung.
Gesagt – getan.
Gar nicht so leicht, im Sand zu boarden. Steigerungsstufe: Springen. Eine noch größere Herausforderung. Kaum zu vergleichen mit dem Snowboarden. Doch der Ehrgeiz gepackt, ist es nach der dritten Dünenbesteigung bereits möglich, fast durchgehend zu boarden.
Abschließend ist uns als Gruppe dann noch der Vergleich zu so einer Hartfaserplatte wichtig.
Das Brett „eingewachselt“, in Bauchlage mit Kopf nach vorne positioniert, angeschoben und…ab die Post! Was für ein Speed! Die Geschwindigkeitsmessungen haben mehr als 70 Stundenkilomenter angezeigt.
Unglaublich!
Mein Fazit: Ein hoher Spaßfaktor, gute Möglichkeit andere Leute kennenzulernen, die auch gerade on Tour sind und… ich ziehe das Snowboarden dem Sandboarden vor. Wenn Geschwindigkeit am Sand, dann nur mit dem Brett unter deinem Körper, das ist nämlich so richtig genial!
Ja und dieses Bild erinnert mich immer wieder an diesen tollen Vormittag inmitten der Namib-Wüste und steht für das fantastische Land, Abenteuer und einen tollen Namibia-Aufenthalt, die genau diese Erlebnisse wie oben beschrieben wieder hervorholen und in die Geschehnisse eintauchen lassen, als wäre es gestern gewesen.
Mehr zu meinem halben Jahr in Namibia findet ihr auf dem Blog.
Mein Reisebild am Freitag 21.08.2015

Renate ist vom Reisefieber befallen. In ihrem Reiseblog Raus ins Leben – Nutze deine Zeit und reise schreibt sie über Kurz- und Erlebnisreisen.
Jaisalmer – eine denkwürdige Begegnung
Jaisalmer, dieser magische Ort liegt im Nordwesten von Rajasthan inmitten der staubigen Wüste Thar. Die Grenze zu Pakistan ist nicht mehr weit. Der Wüstenort ist auch als “Golden city” bekannt, weil seine Gebäude aus gelbem Sandstein errichtet sind. Eine fast märchenhafte Gegend mit einem Maharadscha-Palast, reich verzierten Havelis, den Häusern der Händler und Kamelen.
Einst war Jaisalmer ein Fürstentum vom Rajputenherrscher Maharawal Jaisal Singh im Jahre 1156 gegründet. Die Rajputen sind ein stolzes Kriegervolk. Der Name bedeutet übersetzt „Königssöhne“. Ihre Clans teilten das Land früher in einzelne Fürstentümer auf.
Ein Höhepunkt für Besucher von Jaisalmer ist der Sonnenuntergang über der Stadt mit Blick auf den Maharadscha-Palast. Dazu begeben sich die Gruppen mit dem Bus und einen kleinen Weg zu Fuß auf einen gegenüberliegenden Hügel. Diese regelmäßige Anhäufung von Firangis (Fremden) ist den Bewohnern der Stadt nicht entgangen und so bieten sie des Abends ihre Souvenirs zum Kauf an.
Wir wurden von einigen Damen im traditionellen Gewand der Wüste und einigen spielenden Kindern herzlich begrüßt. Die Frauen dieser Gegend tragen alten Silberschmuck als Nasenringe, Ketten oder Haarschmuck. Der Schmuck gehört zur Ausstattung einer Braut und ist zugleich ihr Besitz, wenn sie in Not gerät.
In unserer Reisegruppe waren rund 30 Damen und ca. 4 Herren. Was liegt da näher, als hübsche silberne Fußkettchen und anderen versilberten Schmuck anzubieten! Wie das auf Reisen so ist, erhältst du fast überall Angebote zum Kauf von Souvenirs und manchmal möchtest du nur die Gegend anschauen.
Nun war ich zu der Zeit aber in einer Tanzgruppe, die gerade mit einer Choreografie für einen Bollywoodtanz begonnen hatte. Die junge Händlerin und ich kamen ins Gespräch. Wir plauderten über den Schmuck und die Kinder, sie im perfekten Englisch. Nach ein bisschen Handeln kaufte ich ihr eine Reihe hübscher Fußkettchen für einen lächerlichen Preis ab. Im Nachhinein hätte ich mehr kaufen sollen!
Eine unserer Mitreisenden verteilte Plätzchen an die schreienden Kinder. Sie zeigte mir ihre kleine Tochter und den Sohn. Als ich sie fragte, warum das Kleine so herzzerreißend weint, entgegnete sie ruhig, es habe heute noch nichts gegessen. Ich war etwas baff. Willkommen in Indien, wo Schönheit und Elend so nahe beieinanderliegen. Noch immer lebt die Hälfte der indischen Gesellschaft unter dem Existenzminimum. Viele essen nur einmal am Tag.
Sie hat keineswegs versucht, diesen Satz als Verkaufsgrund zu nutzen. Ich hatte bereits gekauft. Dann stellte sie mir ihren Mann vor. Er handelt mit CDs mit indischer Musik und kleinen Musikinstrumenten. Jeder, was er kann. Dieses Geschäft ging eindeutig schlechter! Er spielte uns ein klagendes Wüstenlied vor.
Dann habe ich meine neuen Freunde um ein Foto gebeten und dieses nette Bild gemacht.
Das Wichtigste jedoch habe ich vergessen!
Ich habe sie nicht nach ihrem Namen gefragt. Warum eigentlich nicht?
Vor Kurzem habe ich in einen Blogpost gelesen, dass es bedeutend höflicher wäre, sich nach dem Namen zu erkundigen und diesen zu notieren. In Europa würden wir das sicher tun!
Warum tun wir das nicht in Asien oder Afrika?
Dann müsste ich jetzt nicht junges Paar aus Rajasthan unter das Bild schreiben oder womöglich einen imaginären Namen erfinden. Ich bekenne mich schuldig und gelobe Besserung! In Zukunft werden ein Blöckchen und eine Visitenkarte eingesteckt.
Am nächsten Tag auf dem Weg zur Palastbesichtigung begegneten wir uns wieder. Sie saß mit ihrer Ware auf der Straße und begrüßte mich freudestrahlend. Mir blieb nur wenig Zeit für ein kurzes Gespräch. Unsere Begegnung aber hat mich nachdenklich gemacht.
Wie viel Respekt zollen wir den Menschen vor Ort, die mehr sein sollten als ein exotisches Fotomotiv?
Beim Betrachten des Fotos werde ich immer an unsere Begegnung denken. Schade, dass ich ihnen das Bild nicht mehr zeigen kann oder wir uns näher kennenlernen konnten.
Vielen Dank Renate für diese tolle Geschichte, die nachdenklich macht!
Mein Reisebild am Freitag 04.09.2015

Dieses Reisebild ist von Sandra vom Travel & Lifestyleblog followtheworld.
Auf ihrem Blog findest du die genialsten Reisetipps für die verschiedensten Destinationen weltweit. Auch gesunde Rezepte, Fitnessideen sowie Inspirationen für deinen Lifestyle sind auf followtheworld zu finden.
Danke Sandra für dieses wunderbare Reisebild und deine Geschichte dazu.
Meine Geschichte zum Bild
Vor ein paar Jahren reiste ich das erste Mal als Backpacker nach Bali. Das sich danach alles so verändern würde, hätte ich nie gedacht. Die Insel faszinierte mich sehr mit dem easy-going-Lifestyle, den vielen Aktivitäten vor Ort, den super netten Menschen und auch der wunderschönen Landschaft.
Schon seit Jahren bin ich begeisterte Schnorchlerin und auf Bali habe ich dann endlich meinen OWD-Tauchkurs gemacht. In den vielen Wochen auf Bali und den Gili Inseln waren wir dann natürlich sehr oft Tauchen.
Schon immer war es mein Traum Schildkröten, Delfine und all die anderen Lebewesen unter Wasser in freier Natur zu sehen.
Auf Gili Air ging das in Erfüllung. Wir waren unterwegs am Hans Reef und konnten dort die wundervolle Unterwasserwelt bestaunen.
Wir hatten Glück: Schon nach ein paar Minuten haben wir Wasserschildkröten entdeckt.
Kannst du dir vorstellen, wie ich mich gefreut hab, endlich diese Tiere sehen zu dürfen? Ich hatte für den Rest des ganzen Tauchgangs ein Dauergrinsen im Gesicht! So haben wir viele Minuten die Schildkröten mit den vielen Fischen herum beobachtet.
Ich finde diese Tiere so faszinierend. So friedlich. So beruhigend. Einfach nur WOW!
Und weißt du, was ich mir in genau diesem Moment gedacht habe? Ich bin in diesem Moment genau richtig. Am richtigen Ort. Zur richtigen Zeit. Zum richtigen Moment.
Ich werde die erste Begegnung mit der Unterwasserschildkröte nie vergessen und wahrscheinlich auch noch in 50 Jahren daran denken, wie glücklich ich in diesem Moment war.
Achja, warum Bali für mich alles verändert hat?
Ich denke nun anders. Materielle Dinge sind nicht mehr so wichtig für mich. Momente und Erinnerungen- so wie auch die Begegnung mit der Schildkröte- sind heute für mich das Wichtigste.
Ein paar Monate nach meiner Reise nach Bali hab ich übrigens followtheworld gegründet und bin sehr froh darüber.
Seit meiner Reise nach Bali plane ich all meine Reisen selbst und im Dezember geht es für mich sogar auf Weltreise!
Ich freu mich drauf- bist du dabei?
Mein Reisebild am Freitag 18.09.2015

Das heutige Reisebild am Freitag kommt von Melanie, vom Blog World Whisperer.
Vielen Dank für das tolle Bild und die Geschichte dazu.
La Reunion
Eine kleine Reisemesse, irgendwann zu der Zeit als ich noch im Reisebüro arbeitete. Ein Vortrag über eine kleine Insel: La Reunion.
Seit diesem Tag wollte ich diese Insel immer kennen lernen mit ihren Vulkanen und Kratern.
Viele Jahre später, nämlich 2014, war es soweit und ich stieg aus dem Flugzeug mitten im Indischen Ozean.
Die nächsten 17 Tage drehte sich alles darum, dieses wunderschöne Fleckchen Erde zu Fuß zu erkundschaften.
Ein großes Highlight dabei ist natürlich die Besteigung des nicht mehr aktiven Vulkans Piton des Neiges. Dieser ist mit 3071m der höchste Punkt der ganzen Insel.
Bis jetzt hatten wir super Wetter, Sonnenschein und nur ab und zu mal ein paar Wolken für kurze Zeit.
Schon am Vorabend vor der Besteigung stiegen wir zu einer Hütte auf von welcher wir mitten in der Nacht noch vor Sonnenaufgang zum Gipfel gehen wollten.
Schon um 21Uhr, als wir uns langsam schlafen legten fing es draußen an zu regnen – nein, nicht einfacher Regen – Es schüttete wie aus Eimern.
Als wir uns um 3.45Uhr aus den Betten schälten sah es draußen nicht anders aus. Dicke Regenschwaden zogen vorbei, der Himmel war schwarz. Wir machten uns trotzdem auf den Weg in der Hoffnung, dass wir irgendwann über den tief hängenden Wolken sein würden.
Der Weg war anstrengend. Nur mit Stirnlampen bei diesem Wetter sahen wir die Hand vor den Augen nicht.
Doch irgendwann, wie durch ein Wunder, brach der Himmel über uns auf. Sterne soweit das Auge blicken konnte. Ganz weit am Horizont wurde es langsam hell. Jetzt hieß es die Beine in die Hand nehmen. Unsere Reiseleiterin gab uns das okay vor zu laufen und so flitze ich mit 2 Mitreisenden los.
Klitschnass und bei dieser Höhe war das alles andere als einfach, aber wir 3 schafften es letztendlich 2 Minuten vor Sonnenaufgang auf dem Gipfel zu stehen und die Sonne über einem Meer von Wolken aufgehen zu sehen.
Der Ausblick auf die Insel wurde uns verwehrt, aber die Wolken sahen aus wie ein Meer aus purem Silber.
Da war es mir in dem Moment auch egal, dass ich 2 unterschiedlich farbige Handschuhe angezogen hatte.
Die ganze Geschichte zu La Reunion findest du übrigens auch hier.
Mein Reisebild am Freitag 2.10.2015

Das heutige Reisebild am Freitag kommt von Christian.
Christian ist in der Welt zu Hause.
Er hat Tourismus studiert und ist bereits viel gereist – vor 4 Jahren wanderte er schließlich aus Deutschland aus und blieb auf der paradiesischen Karibik-Insel Grenada hängen. Darauf folgte eine einjährige Weltreise, in der er auch die Philippinen besuchte.
Mittlerweile hat es Christian erneut in die Karibik verschlagen und er macht die Dominikanische Republik abseits von All Inclusive und Strandliege unsicher. – Darüber, sowie über alle anderen Reiseerlebnisse schreibt er auf seinem Blog My-Travelworld.
Armut, Gastfreundschaft und Herzlichkeit in den Barangays von Manila
Es sind diese Geschichten, die nur das Reisen schreibt.
Für 4 Tage war ich in Manila unterwegs. Eine Stadt, die normalerweise jeder Reisende so gut es geht meidet. Chaos, Lärm und Gestank regieren hier, so die gängige Meinung.
Nun, im Prinzip kann ich das auch bestätigen. Allerdings hatte ich die Gelegenheit, ein wenig unter der Oberfläche zu kratzen und hatte das Glück, in Manila einen extrem offenen und engagierten Couchsurfing-Host zu finden.
Aus diesem Grund wohnte ich nicht in einem der zahlreichen Hostels im Stadtzentrum, sondern in Alabang, einem Vorort von Manila, der lediglich mit dem Commuter Train zu erreichen ist. Schon alleine auf diese Weise wäre Manila spannende Geschichten wert gewesen, denn gemeinsam erkundeten wir Märkte und stürzten uns eben in jenes Chaos von Manila. Zudem zeigte er mir und zwei anderen Couchsurfern viele interessante Seiten von Manila, die wir sonst nie kennengelernt hätten. Mehr dazu auch in meinem Blogbeitrag über Manila.
Doch besonders der kleine und eigentlich unscheinbare Barangay Alabang (Barangay ist ein philippinisches Synonym für einen Vorort, ähnlich einem Barrio oder einem Suburb) sorgte für die schönsten Begegnungen.
Normal würde man sich hier als westlicher Besucher nie hinein verirren: Blechhütten, Müllberge und Großfamilien, die auf engsten Räumen miteinander auskommen müssen.
Doch genau dies war (wieder einmal) der optimale Nährboden für eine unbeschreibliche Gastfreundschaft, die uns hier widerfuhr.
Nicht nur, dass unser Couchsurfing-Host und seine Familie in ihrer unbeschreiblich kleinen Wohnung (3 Quadratmeter Schlafzimmer für 3 Personen, Mini-Wohnzimmer für 4 Gäste und mindestens 7 Familienmitglieder etc.) alles für uns taten (und uns auch die philippinische Küche sehr nahe brachten), damit wir uns wohlfühlten, auch das „Barangay“ stand dem in Nichts nach.
Eines Nachmittags unternahmen wir Drei (ohne unseren Filipino-Freund) schließlich einen Spaziergang durch Alabang – entlang der Bahnschienen, die mitten durch das Wohngebiet führten und im Prinzip das Herz des Barangays sind.
Hier spielt sich quasi das Leben ab: Kinder toben an den Gleisen, nebenan wird Basketball gespielt, mit selbst gebauten Draisinen werden Einkäufe befördert und die Älteren sitzen gemütlich auf ihren schon Jahrzehnte alten Höckerchen. Typische Vorort-Atmosphäre in einem Entwicklungsland eben. Aller 30 Minuten wird schließlich das Feld geräumt – nämlich dann, wenn der Zug an den alten Wellblechhütten vorbei scheppert.
Nach einer anstrengenden Runde Basketball, zu der ich spontan eingeladen wurde (der 1,95m große Weiße war natürlich unter den 1,50m-Filipinos die große Attraktion ) sowie einem Foto-Shooting mit ein paar neugierigen Kids, die vielleicht noch nie einen Ausländer gesehen haben, kamen wir bei den im Foto zu sehenden Jugendlichen vorbei.
Diese hatten sich aus alten Blechdosen, Pappkartons und Sperrholzplatten ein kleines Schlagzeug-Sammelsorium gebaut, auf dem sie uns stolz ihre Künste darboten.
Es war beeindruckend und definitiv Gänsehaut fördernd!
Noch heute denke ich super gerne an diese tolle Musik zurück und habe zum Glück einige Sekunden davon auf Video. Die Stilrichtung erinnerte stark an den sehr populären Song „Played-A-Live“ des Safri Duos.
Diese vielfältigen Eindrücke waren es, die diese Momente für mich so einzigartig machten. Einladung zum Basketball spielen, ein Privatkonzert für uns auf selbst gebastelten Schlagzeugen sowie die aufgeweckten Kinder, die einfach nur Spaß mit ein paar Fotos hatten.
Man mag oft denken, dass in solchen eher rauen Vororten auch die Stimmung entsprechend ist, doch oft ist genau das Gegenteil der Fall. Diese Menschen sind offen, herzlich und gastfreundlich zugleich. Nicht zuletzt zeigen sie eindrucksvoll, dass wir alle gleich sind – und voneinander so viel lernen können, wenn wir es nur zu lassen.
Vielen Dank für die wunderbare Geschichte und Dein Reisebild!
Mein Reisebild am Freitag 16.10.2015

Das heutige Reisebild am Freitag kommt von Elena vom Blog verliebt in Italien. Seit ihrer 1. Reise im Erwachsenen Alter nach Italien ist sie in dieses Land verliebt. Sie verbringt jede freie Minute bei ihrem südlichen Nachbarn und hat in den Jahren viele Bekannte und Freunde gefunden.
Seit dem Valentinstag 2015 erzähle ich in meinem Blog von meinen Entdeckungen in Italien.
Schönen Plätzen, kleinen unbekannten Orten, die auch Ihren Reiz haben und Veranstaltungen, die italophilen Gästen gefallen können – vielleicht auch dir?
Mein perfekter Tag an einem perfekten Ort in Italien
Mitte August im Jahr 2001 war ich wie so oft in Lignano (Italien) um einen gemütlichen Badeurlaub zu verleben.
Wie immer um diese Zeit gab es am Strand die große Air Show der italienischen Kunstflugstaffel „Frecce Tricolori“ und in diesem Jahr flog zusätzlich als Gast-Team die „Patrouille de France“.
Durch einen glücklichen Zufall 2 Jahre zuvor lernte ich die italienischen Piloten kennen und ich durfte mir die Shows fortan vom VIP-Areal aus ansehen.
Ich plauderte in den Pausen auch mit Mitgliedern des französischen Bodenteams und als während der Show ein Herz in den Himmel geflogen wurde, traute ich meinen Ohren nicht: durch das Mikrofon tönte vom französischen Sprecher mit seinem ganz reizenden Akzent „Elena, dieses Herz ist nur für dich“.
Das Gefühl war ganz unglaublich: ~150.000 Menschen am Strand und ich durfte mich fühlen wie ein Star!
Als ich wieder zu meinem Liegestuhl am üblichen Strandabschnitt zurückkam, war nichts mehr wie zuvor.
Viele der Nachbarn kannten mich vom Sehen, doch nun wussten alle meinen Namen und noch heute – so viele Jahre später – bin ich am selben Strand und erinnere mich jedes Jahr aufs Neue an diesen unglaublichen Augenblick.
Danke Elena für Dein tolles Bild und die Geschichte dazu.
Mein Reisebild am Freitag 30.10.2015

Das heutige Reisebild am Freitag kommt von Sabine, vom Reiseblog Reisespatz.
Sie ist berufstätig, Mama von zwei Kindern und Reisebloggerin. Am liebsten ist sie mit der Familie auf eigene Faust mit dem Mietauto unterwegs. Neben Familienurlaub gibt es aber auch immer wieder mal ein Wochenende oder einen Kurztrip als Paar. Auf ihrem Reiseblog findest Du Reiseberichte und Tipps zu Fernreisen, sowie zu Reisezielen in Europa.
Ein ungewolltes “Abenteuer” in Island
Es sollte ein gemütlicher Roadtrip in Island werden – eine Auszeit von Kindern und Alltag.
Begonnen hat unser Abenteuer an der Autovermietung in Kevlavik im Mai. Eine Schlange von fünf Leuten stand bereits am Counter, wir waren die Letzten.
Als wir endlich dran waren, bekamen wir als Begrüßung den Kommentar, dass leider kein Auto mehr mit Sommerreifen zur Verfügung steht, die seien alle schon weg! Das einzige Auto hat noch Spikes aufgezogen, das täte ihm jetzt sehr leid…
Na ja, was blieb uns schon anderes übrig, so fuhren wir mit einem Mietauto mit den Spikes auf den Rädern vom Parkplatz, wir hatten es ja nicht eilig.
Nach ein paar tollen Tagen, entlang der Ringstraße, kamen wir zu den Ostfjorden, eine traumhafte Gegend mit kurvigen Straßen. Dort ging es von Egilsstadir aus, stetig bergauf. Autos sind in Island eh kaum unterwegs, aber hier wurde es noch einsamer. Die Straßen enger und weniger ausgebaut. Nach einigen Kurven war die Fahrbahn mit Schnee überzuckert und ein Wind frischte auf.
Doch je höher wir kamen desto mehr Schnee wurde es, starke Schneeverwehungen kamen hinzu. Wir hatten keine Ahnung, wie der weitere Straßenverlauf sein würde.
Der Schnee wurde immer höher und höher, der Wind immer stärker und extreme Schneeverwehungen nahmen uns die Sicht. Meter für Meter kämpften wir uns vor, bis gar nichts mehr ging: Null Sicht!
So standen wir in Nirgendwo, aber mit Spikes an den Reifen – Gott sei Dank!
Nach einer gefühlten Ewigkeit kam uns ein Räumfahrzeug entgegen, dem wir uns Stoßstange an Stoßstange anschlossen. So traten wir unseren Rückweg an. Wir waren heilfroh, als wir wohlbehalten wieder unten ankamen.
Trotz allem war unsere Island-Reise ein voller Erfolg.
Die 10 Highlights in Island könnt ihr auf ReiseSpatz nachlesen.
Danke Sabine, für das Wahnsinns Bild und die Geschichte dazu!
Mein Reisebild am Freitag 27.11.2015

Ich freue mich Euch heute wieder ein Reisebild mit Geschichte eines Gastautoren präsentieren zu dürfen.
Genauer gesagt begrüße ich heute gleich zwei Gastautoren.
Monika und Petar Fuchs von TravelWorldOnline Traveller sind auf der Suche nach immer neuen Reisezielen für Genießer. Dabei sind sie sowohl mit dem Auto als auch mit dem Flugzeug unterwegs.
Die Geschichte zum Bild
Wir waren in diesem Jahr mit mehreren Reiseblogger Freunden unterwegs auf einer Hausboottour auf der Saone in der Franche Comté im Osten Frankreichs. Es war unsere zweite Fahrt mit einem Hausboot, das heißt wir wussten ungefähr, was auf uns zukommt.
Das Leben an Bord ist ein wenig wir „Glamping“, also Camping mit einem Hauch Luxus. Wir hatten während unserer Reise auf der Saone eine Woche mit wundervollem Wetter erwischt, und man hatte uns gesagt, die Saone sei ein Fluss, der sich gut für Hausboot-Anfänger eignet. Dazu zählen wir uns immer noch.
Im Großen und Ganzen stimmte das auch: waren die Schleusen, die wir auf unserem Weg von Gray nach Scey sur Saone passieren mussten zwar vorhanden, aber einfach zu bedienen. Die meisten handhabten wir selbst vom Boot aus, an einigen waren uns freiwillige Schleusenwärter behilflich.
Anders als auf unserer ersten Hausboottour auf der Mayenne im Westen Frankreichs ist die Strömung auf der Saone kaum zu spüren, egal, in welcher Richtung man sie befährt. Das trägt dazu bei, dass eine Hausbootfahrt auf diesem Fluss zum reinen Vergnügen wird.
Bis auf eines: auf unserem Weg zwischen Gray und Scey sur Saone müssen wir zwei enge Tunnel – ja Ihr habt richtig gelesen: zwei Tunnel – passieren. Mulmig wird uns, als wir sehen, wie eng die Zufahrt und die Durchfahrt durch die unterirdischen Wasserstraßen wird.
Es darf jeweils nur ein Boot in eine Richtung passieren. Daher müssen wir an einem der Tunnel warten, bis der Gegenverkehr die lange Durchfahrt hinter sich hat. Erst dann dürfen wir unseren Weg fortsetzen.
Unser Hausboot, die elegante Magnifique, passt gerade so zwischen den schmalen Tunnelwänden hindurch. Gottseidank haben wir zwei Bootsführer an Bord, die die Durchfahrt mit Ruhe, Geduld und einer guten Portion Zielgenauigkeit meistern und nicht einmal anecken.
So wird unsere Hausbootfahrt auf der Saone doch noch zu einem kleinen Abenteuer, das uns in Erinnerung bleibt.
Vielen Dank für das Reisebild und die tolle Geschichte dazu.
Mein Reisebild am Freitag 11.12.2015

Das heutige Reisebild am Freitag kommt von Martin. Auf seinem seinem Lateinamerika Reisemagazin geht es um geht es um Reiseziele, Lifestyle, Mode, Tierwelt, Abenteuer, Wirtschaft und einiges mehr aus Mittelamerika, Südamerika und der Karibik.
Die Geschichte zum Bild
Patagonien in Argentinien, das bedeutet ein geografisches Karussell fahren. Wer sich dahin, ganz in den Süden des südamerikanischen Kontinents aufmacht, dem begegnet ein optisches Naturfeuerwerk vom Feinsten.
Gigantische Steppen und Wüstenlandschaften, in denen hier und da mal ein Guanaco den Hals aus dem Gebüsch hebt, oder eine der zahllosen Nagerarten durch die Büsche schlüpft, das ist das einzige was man auf der tausend Kilometer langen Busfahrt von Buenos Aires bis Puerto Madryn, nachdem die grünen Pamparegionen im zentralen Teil Argentiniens hinter sich gelassen wurden, zu sehen bekommt. So eine Dauerfahrt hat aber durchaus ihre Reize.
Beim Schweifenlassen des Blickes über die öden Wüstenlandschaften auf der Westseite Argentiniens am Atlantik entlang driften die Gedanken ebenfalls in die unendlichen Weiten hinaus. Ruhig, und immer ruhiger wird das Gemüt mit der Zeit. Stress, Konsum und Alltagssorgen geraten in Vergessenheit. Nenn es Yoga-Busfahren ohne Verrenkungen.
Von dem Wüstenort Puerto Madryn und der Peninsula Valdez, um die sich jedes Frühjahr die 30 m langen und 50 Tonnen schweren Südkaper Wale zum Gebären ihres Nachwuchses aus den arktischen Gewässern einfinden, geht es dann noch mal 200 km weiter durch viel Nichts in den Pinguin-Nationalpark Punta Tombo.
In einem deutschen Zoo bleiben die wenigsten Gäste bei den Pinguinen stehen. Wohl deshalb, weil sie wenig spektakulär ausschauen und sich “langweilig” verhalten. Zumindest, wenn sie gefangen sind.
Ganz anders sieht das im Nationalpark Punta Tombo, in der Provinz Chubut aus, der etwa 120 km südlich von der Stadt Trelew in einer gottverlassenen Gegend liegt. Es handelt sich dabei um die weltweit größte Brutstätte von Magellan-Pinguinen.
Auf einem Gebiet von drei Kilometer Länge und 600 Meter Breite, in dem ein paar Sträucher, viel Sand, Lehm und Kies an den atlantischen Gestaden warten, treffen sich jedes Jahr im Frühjahr eine Million Pinguine.
Als Besucher kannst du nur auf ausgewiesenen Pfaden durch den Park. Die Pinguine stören die wenigen Gäste, die sich in die Einöde verirren, kaum. Sie hacken mit ihren scharfen Schnäbeln, die sie durchaus auch als Verteidigungswaffe einsetzen, wenn mal wieder ein dummer Touri zu nahe an das Nest kommt, die Erdlöcher aus dem harten Boden.
Die Machos arbeiten ganz allein am Hausbau, die Ladys kommen erst 14 Tage später an, dann wenn das traute Heim fertig ist. Auch beim Brüten sind die Männer voll aktiv. Während ein Elternteil sich im Atlantik den Bauch vollhaut, brütet das andere.
Es ist ein fantastischen Schauspiel den Pinguinen zuzuschauen, wie sie im Watschelgang schön in Reih und Glied hintereinander von ihren Nestern zum Meer und zurücklaufen. Vorfahrt haben die geschickten Schwimmer im Nationalpark in jedem Fall vor dem Mensch. Darauf weist der Pinguin auf dem Schild eindeutig hin.
Danke für das tolle Reisebild und die Geschichte dazu!

















