Ich bekomme die Book News von Mairdumont und kann mir dort ab und zu ein Rezensionsexemplar aussuchen. Als dieses Buch auftauchte, war die Entscheidung schnell getroffen – denn mit meinem Camper Fred habe ich noch so viel von Europas Küsten vor mir, und genau dafür wollte ich Inspiration.
Manchmal findet man die besten Dinge, ohne sie zu suchen. Dieses Buch war so ein Fund – ich hatte es nicht auf dem Radar, keinen Tipp von jemandem bekommen, und trotzdem lag es irgendwann in meinen Händen. Und ich habe es nicht mehr weggelegt.
Was mich beim ersten Blättern schon erwischt hat
„Mit dem Wohnmobil auf Europas Küstenstraßen” aus dem Knuth Verlag ist kein Buch, das man von vorne nach hinten liest. Man schlägt es irgendwo auf – zufällig, abends auf dem Sofa – und sitzt gedanklich plötzlich am Atlantik oder an der Adria. Weite Küstenstraßen, goldenes Licht, Orte die man kennt und solche, die man sofort kennenlernen möchte. Ich habe beim ersten Durchblättern gemerkt, dass das hier deutlich mehr ist als ein schöner Bildband.

Wie eine Route aufgebaut ist
Jede Route beginnt mit einer Doppelseite, die sofort Stimmung macht. Links ein Bild, das einen direkt hineinzieht – bei der Normandie-Bretagne-Route zum Beispiel der Mont-Saint-Michel, gesehen durchs Wohnmobilfenster. Rechts der Titel der Route und ein Einführungstext, der erklärt, was einen erwartet: den Charakter der Strecke, die Stimmung, das Versprechen.
Dann folgen die praktischen Infos: Routenlänge, Zeitbedarf, Start und Ziel, Charakteristik der Strecke – und drei Dinge, die ich besonders mag: der Hot Spot der Route, der schönste Campingplatz und der Best Place on Tour. Kurze, klare Empfehlungen, die einem das ewige Abwägen abnehmen. Dazu gibt es eine kleine Routenzeichnung und – das ist das Detail, das das Buch für mich wirklich besonders macht – einen QR-Code zum GPS-Track. Einfach scannen, Track laden, losfahren.

Die Seiten dazwischen wechseln zwischen Zielbeschreibungen, Zwischenstopp-Tipps, Campingplatz-Empfehlungen und Bildern, die manchmal eine ganze Doppelseite füllen, einfach weil sie es verdienen. Auf der letzten Seite jeder Route gibt es dann eine Karte mit allen Zielen und Campingplätzen auf einen Blick – das gibt einem das Gefühl einer echten Reise von A nach Z.

Wie ich das Buch benutze
Ich bin noch keine der Routen komplett gefahren, und das ist auch völlig in Ordnung. Dieses Buch lädt nicht dazu ein, Haken zu setzen. Es lädt dazu ein, zu wählen, zu kombinieren, zu träumen und dann loszufahren, wenn die Zeit und die Lust da sind.
Die Normandie-Bretagne-Route kenne ich am besten, ich bin sie fast vollständig gefahren. Das Cap Fréhel hatte ich schon besucht, bevor das Buch bei mir eingezogen ist – ich habe dort sogar die Wanderung vom Fort La Latte bis zum Leuchtturm gemacht, mit wilden Klippen und diesem unglaublichen Blick aufs Meer. Als ich dann die Seiten dazu im Buch aufgeschlagen habe, war sofort wieder dieses Gefühl da. Wer mehr über das Cap Fréhel erfahren möchte, findet hier meinen Artikel dazu.

Dubrovnik und Kotor kannte ich schon. Ich war mit Fred auf dem Weg nach Albanien dort unterwegs – die Altstadt, die Stadtmauer, dieser erste Blick aufs Meer. Dass beides an der Adria Magistrale liegt, habe ich erst durch dieses Buch herausgefunden. Auf einmal hatten meine Reiseerlebnisse einen roten Faden bekommen, den ich vorher gar nicht kannte. Wer Dubrovnik noch nicht kennt, findet hier meine Highlights.

Für wen ist das etwas?
Für alle, die mit dem Wohnmobil unterwegs sind oder es werden wollen – und die nicht einfach nur Stellplätze suchen, sondern echte Routen mit Charakter, mit Höhepunkten, mit dem Gefühl, dass da jemand vorher selbst gefahren ist und genau gewusst hat, was wichtig ist. Der GPS-Track macht den Schritt vom Blättern zum Losfahren dabei denkbar einfach.
Wer gerne mit einem Kaffee in der Hand plant und genauso gerne spontan einfach losfährt, der ist mit diesem Buch gut ausgestattet.
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Bist du schon eine der Küstenrouten gefahren oder hast du eine, die du dir vorgenommen hast? Ich freue mich auf deine Erfahrungen in den Kommentaren!

