5 Dinge, die ich 2026 als Reisebloggerin anders mache

In den letzten Jahren habe ich viel ausprobiert, mich viel bewegt und auch einiges bewusst losgelassen. Unterwegs – aber auch in mir. Und dabei ist mir etwas sehr klar geworden: Ich möchte mein Leben nicht länger um Arbeit, Algorithmen oder äußere Erwartungen herum bauen, sondern um das, was mir wirklich Energie gibt.

2026 fühlt sich für mich nach einer bewussten Ausrichtung an. Nicht höher, schneller, weiter – sondern stimmiger. Ehrlicher. Mehr bei mir. Es geht nicht darum, alles anders zu machen, sondern genauer hinzuschauen, was bleiben darf und was sich verändern soll.

In diesem Artikel teile ich die Dinge, die ich 2026 bewusst anders angehe. Es geht um Arbeit, die mein Leben möglich macht. Um Offenheit statt fertiger Pläne. Um Wandern, Schreiben und Reisen. Um meinen Blog, um YouTube und um Bewegung im Alltag. Und darum, mir zu erlauben, nicht fertig zu sein – aber trotzdem eine klare Richtung zu haben.

Das hier ist kein Masterplan und keine To-do-Liste fürs neue Jahr.
Es ist eine persönliche Standortbestimmung.
Eine Einladung, hinzuschauen. Bei mir – und vielleicht auch ein bisschen bei dir.

1. Ich wähle Arbeit, die mein Leben möglich macht

Ich brauche einen Job.
Ganz nüchtern. Ganz ehrlich.
Der Blog finanziert mein Leben (noch) nicht – also gehört Arbeit dazu.

Aber: Wie ich arbeite, macht den Unterschied.

Ich habe lange versucht, mein Leben an Arbeit anzupassen.
Zu funktionieren. Durchzuhalten. Mich einzufügen.
Auch dann, wenn mein Körper müde war. Wenn meine Gedanken woanders waren. Wenn meine Energie längst aufgebraucht war.

2026 will ich das anders machen.

Ich suche keinen Job, der mich aussaugt.
Keinen, der mir unter der Woche alles abverlangt – und am Wochenende nur noch Erschöpfung übrig lässt. Ich möchte arbeiten, um zu leben. Nicht leben, um zu arbeiten.

Das heißt ganz konkret:
Ein Job, der mein Leben finanziert und mir Raum lässt.
Raum für Wochenenden unterwegs. Für kleine Auszeiten. Für Wandern. Für Draußensein. Für Schreiben. Für all das, was mir Energie gibt.

Ich brauche keine Traumrolle und keinen perfekten Titel.
Ich brauche Arbeit, die fair ist. Menschlich. Verlässlich.
Arbeit, die mich nicht kaputt macht – sondern mir erlaubt, nach Feierabend noch ich selbst zu sein.

Diese Klarheit verändert auch, wie ich auf meinen Blog schaue.
Er ist (noch) kein Vollzeitjob. Aber er ist Teil meines Lebens.
Ein Ort für Schreiben, für Reisen, für Gedanken. Für das, was bleibt, wenn der Arbeitstag vorbei ist.

2026 geht es für mich nicht um entweder–oder.
Nicht um Job oder Leidenschaft.
Sondern um ein sowohl–als–auch, das sich tragen lässt.

Arbeit darf mein Leben finanzieren.
Aber sie darf mir nicht alles nehmen, was dieses Leben lebenswert macht.

2. Ich erlaube mir, nicht fertig zu sein

Ich habe lange geglaubt, dass ich irgendwann „ankommen“ muss.
Beruflich. Persönlich. Im Leben.
Dass es einen Punkt gibt, an dem alles klar ist, entschieden, sortiert.

2026 darf ich mir eingestehen: Dieser Punkt muss nicht existieren.

Ich bin nicht fertig.
Und ich muss es auch nicht sein.

Beruflich heißt das für mich: offen bleiben. Möglichkeiten prüfen. Fragen stellen. Dinge ausprobieren, ohne sofort zu wissen, wohin sie führen. Ich brauche keinen Masterplan für die nächsten zehn Jahre – ich brauche eine Richtung, die sich gut anfühlt.

Nicht fertig zu sein heißt nicht planlos zu sein.
Es heißt, ehrlich zu bleiben. Beweglich. Lernend.

Auch mein Blog darf diesen Raum haben. Gedanken dürfen sich entwickeln. Texte dürfen Fragen stellen, statt Antworten zu liefern. Ich muss nichts abschließen, nur um es veröffentlichen zu dürfen.

Klarheit entsteht oft nicht am Anfang – sondern unterwegs.
Im Gehen. Im Schreiben. Im Erleben.
Und genau das darf 2026 sichtbar sein.

3. Wandern bekommt endlich seinen eigenen Platz

Wandern war lange einfach „mit dabei“.
Ein Teil meiner Reisen.

2026 bekommt Wandern den Platz, den es für mich schon lange hat: einen eigenen.

Draußen sein ist für mich kein Sportprogramm und kein Selbstoptimierungsprojekt. Es ist ein Weg, wieder bei mir anzukommen. Schritt für Schritt. Mit jedem Atemzug. Mit jedem Moment, in dem der Kopf leiser wird und der Körper übernimmt.

Wandern wird deshalb 2026 eine eigene Kategorie auf meinem Blog.
Mit ehrlichen Tourenberichten, mit Einschätzungen, Zweifeln, Pausen, Umwegen. Nicht nur „so schön war’s“, sondern auch „hier hatte ich Angst“, „hier war ich überfordert“ oder „hier musste ich abbrechen“.

Ich möchte zeigen, wie sich Wandern wirklich anfühlt.
Was es mit Selbstvertrauen macht. Mit Grenzen. Mit dem Alleinsein.
Nicht perfekt. Sondern echt.

4. Ich setze 2026 wieder stärker auf meinen Blog

Steffistraumzeit war immer mein Zuhause im Netz. Der Ort, an dem Reisen, Unterwegssein, Gedanken und Erfahrungen zusammenlaufen. Daran hat sich nichts geändert. Was sich 2026 verändert, ist der Fokus: Ich möchte wieder mehr über das schreiben, was mich ursprünglich hierhergebracht hat – das Reisen selbst.

Ich will die Artikel schreiben, die noch fehlen. Die Geschichten aus Schweden und Norwegen, die Ziele, Orte, Regionen und Destinationen, die mich unterwegs begleitet haben. Reiseberichte, die nicht nur erzählen, dass ich unterwegs war, sondern wie es sich angefühlt hat. Und Inhalte, die dir Lust machen, selbst loszugehen – gut informiert, inspiriert und mit einem realistischen Blick.

Der Blog wird 2026 wieder stärker zu dem, was er für mich immer war:
ein Ort für Reiseziele, Naturerlebnisse, Wandertouren, persönliche Erfahrungen und konkrete Tipps. Für Artikel, die bleiben dürfen, weil sie auch Monate oder Jahre später noch hilfreich sind – egal ob du gerade eine Reise planst oder einfach nur Fernweh hast.

Deshalb bekommt Wandern einen eigenen Platz auf Steffistraumzeit. Nicht als Randthema, sondern als feste Kategorie. Mehr Touren, mehr Natur, mehr draußen sein – und ehrliche Berichte darüber, was unterwegs leicht ist, was herausfordert und was bleibt.

Gleichzeitig öffne ich den Blog für weitere reisebezogene Inhalte, die mich selbst begleiten: Bücher, die Fernweh machen oder zum Nachdenken anregen, Reiseführer, mit denen ich unterwegs bin, und Inspirationen, die Lust auf neue Wege machen. Auch dafür entstehen 2026 neue Kategorien, die ich Schritt für Schritt füllen werde.

Steffistraumzeit bleibt damit genau das, was es immer war – und wird gleichzeitig klarer:
ein Reiseblog mit Persönlichkeit. Mit Tiefe. Mit echten Erfahrungen. Und mit dem Wunsch, dich mitzunehmen – zu Orten, nach draußen und ein Stück näher zu dir selbst.

5. YouTube bleibt – aber ohne Dauerstress

YouTube macht mir Spaß. Und gleichzeitig hat es mich lange ziemlich gestresst.
Ich wollte regelmäßig jede Woche ein Video veröffentlichen, schnell wachsen, dem Algorithmus zeigen, dass ich „es ernst meine“, 100 Abonnent:innen knacken – und irgendwann vielleicht sogar ein kleines Taschengeld mit dem verdienen, was ich liebe: Reisen, draußen sein, Geschichten erzählen.

Das hat so nicht funktioniert.
Stattdessen hat es Druck erzeugt, mir die Leichtigkeit genommen und mir zeitweise sogar die Lust am Filmen verdorben. Denn Videos zu machen ist mehr Arbeit, als man von außen oft denkt. Filmen, schneiden, Musik, Texte, Thumbnails – das passiert nicht nebenbei. Und schon gar nicht, wenn man es mit Herz machen will.

Was ich dabei aber ganz klar gemerkt habe:
Filmen, Schneiden und Geschichten in Bildern zu erzählen macht mir grundsätzlich Spaß. Es liegt mir. Und da ist noch unglaublich viel Potenzial nach oben. Ich habe Lust, besser zu werden, dazuzulernen und YouTube weiterzuentwickeln – aber nicht mehr unter Dauerstress.

2026 heißt für mich deshalb:
Es wird weiterhin Videos geben. Aber nicht jede Woche. Nicht, weil „man das so machen sollte“. Sondern dann, wenn ich unterwegs bin, wenn ich etwas zu erzählen habe und wenn sich das Video gut anfühlt – vom ersten Gedanken bis zum Hochladen.

YouTube ergänzt meinen Blog.
Wo der Blog Tiefe, Einordnung und Worte bekommt, zeigt YouTube Atmosphäre, Bewegung und Draußensein. Beides gehört zusammen, aber jedes Medium darf seine eigene Geschwindigkeit haben.

Ja, 1.000 Abonnent:innen bleiben ein Ziel.
Aber sie sind kein Maß für meinen Wert und kein Grund, mich zu verbiegen. Ich möchte lieber langsam wachsen – mit Menschen, die wirklich mitgehen – als mich leer zu produzieren.

Umso mehr lohnt sich ein Abo, denn so verpasst du es nicht, wenn ein Video online geht.


Wenn ich all diese Punkte zusammennehme, geht es für mich 2026 vor allem um eines: um ein Leben, das sich tragen lässt. Mit Arbeit, die Raum lässt. Mit Bewegung, die kein zusätzlicher Punkt auf der Liste ist, sondern Teil meines Alltags. Mit Reisen, die nicht nur Ortswechsel sind, sondern echte Erfahrungen. Und mit einem Blog und einem YouTube-Kanal, die aus Freude entstehen dürfen – nicht aus Druck.

Ich möchte weder mein Leben noch meine Inhalte an ein Außen anpassen, das ständig lauter wird. Stattdessen will ich meinen eigenen Rhythmus ernst nehmen. Langsamer werden, wo es sich richtig anfühlt. Klarer werden, wo es nötig ist. Und mir erlauben, unterwegs zu bleiben – ohne ständig ankommen zu müssen.

Diese Haltung fasst mein Motto für 2026 sehr gut zusammen: Leben. Reisen. Ankommen – Mein Jahr im eigenen Rhythmus.

Nicht als Aufforderung, immer mehr zu tun.
Sondern als Einladung, bewusst zu leben.
Im eigenen Tempo. Auf den eigenen Wegen.

Mein persönliches Motto für 2026 habe ich hier ausführlicher beschrieben:
Mein Motto für 2026: Leben, Reisen, Ankommen – Mein Jahr im eigenen Rhythmus

Leave a comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert